Band 
Zweyter Theil.
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ägyptischen Pflanze Lotus. 227

pkischen Könige gern die Symbols ihrer Gottheiten nach-ahmcten, so machten auch sie sich Kränze von dieser Blume.Auf ihren Münzen wird sie ebenfalls vorgestellet, bald inKnospen, bald aufgeblühet, und wie sie ihre Frucht um-giebt; man sieht sie auch mit ihrem Stängel, gleich einemköniglichen Zepter, in der Hand einiger GöHen.

Die ägyptische Bohne, welches die zweyte Pflanzeist, die man am öftesten auf diesen alten Denkmälern sieht,wird vom Theophrast ziemlich weitläuftig beschrieben, undvon unsern besten neuern Kräuterkundigen, für eine andereArt von Nymphen gehalten, die von der ersten nur durchdie hochrothe Farbe ihrer Blume abweicht. Ein Begriff,den schon Herodor im 2 B. zr. Cap. davon gehabt zu ha-ben scheint, wenn er von einer rosenfarbenen tVasjerlilie,und von einer weißen Lilie redet, die im Nile wachsen. HerrLNahudel kennt sie, nicht nur aus den Nachrichten derReisenden, und aus des Clusms und Hermanns Figu-ren (s), sondern weil er auch eine sehr vollständige, vomHerrn Sarrazin, Leibärzte des Königes, zu Guebeckbekommen hat.

Dieses ist die Blume, die ein gewisser Dichter (ä)dem Hadrian, unter dem Namen des Antmorschen Lo-tus , als ein Wunderwerk überreichte. Ihre Frucht, diedie Figur des Deckels einer Monstranz hat, führete beyden Griechen auch diesen Namen; und auf den erhabenenArbeiten , auf den Münzen und den gegrabenen Steinen,dient sie oft einem Kinde zum Stuhle, welches plu-rarch (c) die Morgendämmerung, wegen der Ähnlich-keit der Farbe dieser schönen Tageszeit, mit der Farbe die-ser Blume, nennet.

Die Lolocaffa der Alten, hak nicht minder Müheverursachet, als der Lotus, ehe man sie erkannt hat. Daindessen ihre Haupteigenschaft in ihrer Wurzel bestand, aus

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