Band 
Zweyter Theil.
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ägyptischen Pflanze Lotus. 229

um die Mandel zu zeigen. Eben diese Figur einer Birne,muß sie allezeit vom Lonrs unterscheiden.

Die Mustr, welche die Aegypter einen Baum nenn-ten , ungeachtet sie keine Aeste hat (/), wuchs ehemalshäufig zu pelujium, und ist heute zu Tage in Damietagemein. Ihr Stamm ist ein Rohr, aus welchem breiteund stumpfe Blätter wachsen, deren Länge zuweilen mehrals 7 Ellen hat. Ihre Frucht, die man essen kann, glei-chet den kleinen verguldeten Gurken, hat eine würzartigeSchale und ein Honighaftes Fleisch.

Es ist wunderbar, daß, da sich verschiedene alte Fi-guren finden , auf deren Köpfen man diese Blätter sehrdeutlich vorgestellet sieht, die Liebhaber der Alterthümersich dennoch so wenig Mühe gegeben, die Pflanze anzuzei-gen, zu welcher sie gehören, zumal da es nichts anders alsdie schöne LDustr seyn kann, die der Schönheit des Palm-baumS nicht weichet, und welche veranlasset haben mag,daß man sie den besondern Schutzgöttern derjenigen Land-schaft, allwo sie am häufigsten wuchs, und am besten fort-kam, besonders geweihet hat.

Die Figuren dieser Pflanzen, von welchen man hierdie Zeichnungen beyfügen wollen, so wie sie nach den Ori-ginalen gemacht sind, und die man den bekannten Denk-mälern gegen über gestellet hat, welche mit einigen Theilendieser Pflanzen gezieret sind, werden vielleicht zu einerRegel bey Erklärung dererjenigen dienen können, die mannoch künftig entdecken möchte.

krossi. Llp.

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