Band 
Zweyter Theil.
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alten Gotte Eudoveklicus. 247

staben nach, den Berg Endo andeuten. Es ist auch keineUrsache zu zweifeln, daß die eigenen Namen Endo undAndega, die in der Geschichte dieses Landes ziemlich oftvorkommen, nicht noch Ueberbleibsel von dem Namen desGottes Endo seyn sollten; dessen Götzendienst sich unterden Vaftoniern erhalten haben kann, die noch lange ge-ring Heiden geblieben waren.

Was das Wort Dellicus betrifft, so sieht man, daßes offenbar mit Dellica einerley ist, eine Stadt in Can-rabrien gegen den Ursprung des Ebrus zu; welchesman heut zu Tage la (Fuardia, oder Medina del Po-inar, nennet. Vielleicht war diese Stadt und die StadtDelta, die nicht weit davon lag, durch diesen Götzen be-rühmt, und wohl gar sein Geburtsort: daher man ihnEndovellicus, l'Endo de Dellica , genannt; ebenwie man, Apollo von Delphis, Herkules von Tyr,spricht. Man weis, daß die Menschen, den Gegenstän-den ihrer Verehrung, gar gern den Namen derer Oertergeben, wo sich dieselbe angefangen, und daß dieser so ge-meine Gebrauch des Heidcnthums, auch zu den Christesübergegangen.

Wie übrigens die alten Aufschriften von Therennauns lehren, daß die alten Iberier, so gut, als die heuti-gen, das k mit dem V vermengten: so kann man auchvoraussetzen, daß der Name der Kolli, eines CelriberischenVolks, mit dem Namen der Stadt Delta, einerley gewesen.

Aus allen diesen verschiedenen Beobachtungen, be-schließt Herr Freyer, daß der Namen des Götzen Endo-vellicus, den Endo der Belli, oder Velli, bedeutet;und daß dieser letzte Namen, durch viele Städte undberühmte Völker, nach Iberien gebrachtworden sey»

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XXXVIII.