Band 
Zweyter Theil.
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einer römischen Münze. 261

Ungeachtet, wie man bereits gesagt hat, viele Jahreverflossen sind, daß diese Münze geschlagen und ausgethei-let worden, so hat doch noch kein einziger Alrerthumskun-diger ihrer gedacht; selbst Herr Vaillanc nicht einmal, dersie unfehlbar, weder in irgend einem italiänischen Cabinette,noch sonst, gesehen hat: weil sie in seiner Sammlung dererin griechischen Städten geschlagenen Kaisermünzen, unterden Schaupßmnigen vom Marcus Anromus, nicht steht.Hieraus könnte man schließen, daß in gewissem Verstände,diese Geschichte von Corfu eben so selten ist, zum wenigstenin Frankreich, als vorstehende Münze.

Herr Mayer, den wir in Paris gesehen haben, undwelcher mit der Neugierde zur Kenntniß der alten Münzen,auch die Kenntniß der besten und seltensten Bücher verbun-den , hakte diese Geschichte von Corfu aus Italien mitge-bracht, und nach seinem Tode, kaufte Herr Loucault die-ses Buch.

Sobald Herr Galland in demselben, den Stich die-ser Münze vom Marcus Amonius und der Gcravia er-blickte, so erstaunte er über der vollkommenen Ähnlichkeit,die er unter diesem Schaupfennige und einem andern fand,der in des Herrn Loucaults Cabinette befindlich ist : wel,chen er in der Ordnung derer Münzen griechischer Städte,die nicht kaiserlich sind, geordnet hatte; und zwar unterdem Titel nebst vielen andern von eben

dieser Insel. Er hatte diese Münze deswegen dorthin ge-ordnet, weil er um die Köpfe herum gar keine Buchstabengesehen, und daher diese Köpfe für den Jupiter und dieJuno gehalten. Hierzu hatte ihn insonderheit der Lorber-kranz bewogen, ungeachtet der Kopf eines Jupiters ohneBart, ihm allerdings Schwierigkeiten gemacht.

Nachdem er nun Herrn Foucaults Münze mit demKupferstiche verglichen, so zweifelte Herr Galland weiternicht, daß des Geschichtschreibers von Lorfu und Herrn

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