einer römischen Münze. 26z
will, daß des Marcus Anconius und der GccavlaHochzeit, zu Corcpra gefeyert worden, und daß die Cor-cyccr bey solcher Gelegenheit diese Münze schlagen lassen.Er steifet sich auf Dions, durch den Tiphilin abgekürztesWerk, woraus man gleichwohl sein Vorgeben nicht fol-gern kann. Er hätte auch nur deswegen den plucarch zuRathe ziehen dörfen, so würde ihn dieser gelehrte Geschicht-schreiber mit ausdrücklichen Worten, in des Marcus An-tonius Leben, berichtet haben, daß er seine Hochzeit zu Romgefeyert; und daß, als Marcus Ancomus sich nach die-sem von Italien entfernet, er Ocravien mit sich nach Grie-chenland genommen, wo sie mit einer Tochter entbundenworden.
plncarch sagt zwar nicht, daß Anconius nach Corfugegangen sey; gleichwohl scheint es, man dürfe nicht zwei-feln : daß Marcus Anconius bey diesem Uebergange ausItalien nach Griechenland , zu Corcyra angelanget seynwerde, wie damals gebräuchlich war; daß er etliche Zeitda geblieben, und daß sowohl er als die Octavia, daselbstmit allen denen Ehrenbezeugungen empfangen worden, dieihnen zukamen. Ja man hat alle Ursache zu glauben, daßdie Lorcyräer eben damals die Köpfe des Marcus An-tonios, und der Dcravia auf ihre Münzen prägen lassen;damit sie der Nachwelt zu einem Denkmaale der Ehre die-nen möchten, die sie gehabt hatten, dieselben in ihrem Ha-fen und auf ihrer Insel zu empfangen.
Nunmehr kömmt es auf die Untersuchung an, warumdenn die Lorcyraer dem Marcus Anconius einen Lorber-kranz zutheilen; und es ist so leicht nicht, den Bewegungö-grund davon zu finden. Vielleicht ist es in Ansehung desSieges geschehen, den er über den Brutus und Lajstus,zugleich mit dem Augustus, erhalten. Man müßte dennsagen, daß die Griechen aus einer ihnen sehr gewöhnlichenSchmäucheley, ihn mit dem Jupiter und seine Gemah-linn, mit der^uno, vergleichen wollen.
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