eines alten Opferinstruments. 279
kanne, das Reinigungswasser zu gießen ; eine zu Aufhe-bung des Raucherwerks dienliche zugedeckte Büchse; dreykleine silberne Löffel, dasselbe heraus zu nehmen, ein ziem-lich großes Stück gelber Bernstein, den man ehmals, wienoch jetzt, mit unter das Räucherpulver nahm; und zweensolche Stämpel, über deren Gebrauche die Alterthumsfor-scher bereits so viele Untersuchungen angestellet haben.
Herr Mahudel , welcher alle diese Werkzeuge vondemjenigen selbst überkommen, der sie gefunden, war mitdem Vorurtheile nicht zufrieden, zu welchem die Verein-barung aller dieser Stücke Anlaß gab, um damit zu bewei-sen : daß auch gegenwärtiges zu den Opfern gebraucht wor-den ; und versuchte daher im 1714 Jahre, durch eine eigeneUntersuchung, herauszubringen, zu welchem Theile desOpfers, es wohl gehöret haben mag.
Weit das Opfern eine der wesentlichsten Handlungender griechischen und römischen Religion war, so gieng auchdabey alles geheimnißvoll zu: und die Figur derer dazudienlichen Sachen, war ihnen dermaßen geheiligt daßsie in allen Ländern des Gebiethes derer Völker, wo manopferte, unveränderlich war. Diese Gleichheit ward auchbey Verfertigung derer verschiedenen Instrumente beobach-tet, die man nöthig hatte, um an den Thieren alle durchden Kirchengebrauch vorgeschriebene Handlungen zu ma-chen: und diese darf man nuv stückweise durchgehen , umvon derjenigen zu urtheilen, wozu diese Art eines Messersgebraucht ward.
Das erste, was man bey den Opfern der Stiere that,war, daß man das Thier , mit einem Schlage den manihm auf die Ligamente des Halses gab, über einen Häufeltwarf: und dieß geschah mit dem Beile ll.cieris, oder8ecu-riü genannt. Die andere Handlung war, das Thier zuerwürgen, und ihm das Blut aus der Gurgel zu ziehen»Dieß geschah mit der Lecessita, deren Figur, nach des
S 4 Festus