Band 
Zweyter Theil.
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eines alten Opfmnsiruments. 28z

faß abzusondern, ohne es zu verletzen, einer Art von Feder-messer , dessen Eisen abgerundet ist; und da das meistebey dieser Verrichtung, auf die Geschicklichkcit der Fingerankömmt, so sind die Seiten des Heftes, auf welche sie sichstützen, eben so platt, als man sie an gegenwärtigem Kup-ferstiche sieht. Das Loch, welches unten am Stiele zu se-hen ist, diente dazu, daß man ein Band durchziehen, undder Opferschlachrer es desto bequemer am Gürtel tragenkonnte.

Nach dieser Beschreibung, scheint dieß Messer, dasder Griechen («) und eben das zu seyn, wasdie Lateiner durch die Wörter Lulter excoriaroriu«, aus-drückten. Es ist von Erz, wie fast alle andere Werkzeugeihrer Opfer auch ehern waren; es sey nun, daß dieses Me-tall, denselben besonders gewidmet war, oder daß man esdamals leichter haben konnte, als das Eisen. Dieß istaus der Menge sehr wahrscheinlich, die man alle Tage vonRingen, Armbändern, Schlüsseln, Mankelschlössern, Nä-geln, Skämpetn, ja sogar schneidenden Werkzeugen, alsDegen, Dolchen, und allen Arten von Messern, findet,die fast alle von Kupfer sind.

Was die Zahl derer, mit diesem Instrumente zu-gleich an einem Orte gefundenen Werkzeuge betrifft, soist es kein Wunder, daß sie die Zahl der Würgemes-ser übertrifft: weil ein Opferschlachter , mit einem ein-zigen Würgemesser, in einer Viertelstunde, wohl sechsPersonen genug zu schaffen machen konnte, die sich zugleicher Zeit des Abledermessers bedient hätten; inson-derheit bey großen Opfern, wo man viele Thiereschlachtete.

Man könnte auch nicht einwenden, daß diese Hand-lungen der römischen Religion, nicht in allen Theilen von

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(«) kvllux. n. VII.