allen Denkmaale. 297
Trajan zu Ehren geschah, und davon man noch die Auf-schrift in dem Gesimse eines ähnlichen Bogens liest, derauf der Brücke zu Alcanrara steht. Eine Münze voneben diesem Prinzen, stellet einen andern von diesen Schwib-bögen vor, der am Eingänge einer Brücke stand, welcheer über die Donau schlagen ließ.
Wenn diese Beyspiele nicht hinreichend wären , sokönnte man noch viele andere anführen, und man wundertsich, daß Bergier, welcher viele von diesen Denkmälernanführt, sie Triumphbögen genennet hak: anstatt daßvr sieals die Krone der öffentlichen Werke, davon wir hier ge-redet, hätje ansehen sollen, die man wegen der darauf an-noch befindlichen Aufschriften, unmöglich verkennenkann-
Um auf die dritte Frage zu antworten, so bemerktHerr Mahudel sogleich, daß Casus Julius Rufus, derdieses Denkmaal ausführen lassen, unfehlbar nicht gewollthat, daß die Nachkommenschaft, seines Standes noch sei,ncr Würden wegen, in Ungewißheit bleiben sollte. Diegallischen Namen Ötuaneunue, seines Vaters; und Ge,domon, seines Großvaters, stehen in seinem Geschlecht-register , nach dem Vornamen L- Julius, dessen GebrauchCäsar in dem gallischen Aguitanien, geläufig gemacht hatte;und wenn der Name Epotsorovidus, des Rufus Aelter,vater, nicht auch voransteht, so kömmt es daher, daß ervor der Ankunft dieses Kaisers in Gallien gelebet hat.
Das Amt eines krsekecsti kabrum, dessen Titel Rufusannimmt, bezieht sich nicht nur auf die Sorgfalt die er ge-tragen , den Bogen und die Brücke worauf er steht,bauen zu lassen. Dieß Amt war ursprünglich eine Kriegs-bedienung, und mit jeder Legion verbunden. Die Verrich-tungen dabey, waren die Aufsicht über alle in einem Feld-lager, in einer belagerten Stadt, auf einer Flotte, u.s.w.nöthige Arbeiter. Diejenigen die es bekleideten, waren
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