Band 
Zweyter Theil.
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alten Denkmaake. 299

es sey umsonst, daß die Einwohner von Samtes in ihrerNachbarschaft und an dem Ufer der Charence, die Spu-ren dieser Andacht ihrer Vorväter suchen. Denn , unge-achtet Aurelius Victor versichert, daß es fast keine nureinigermaßen beträchtliche Stadt in Gallien gegeben, dienicht den Gottesdienst des vergötterten Augusts angenom-men, und wo er keinen Tempel gehabt; so ist es doch ge-wiß, daß eö keinen Tempel gegeben, der, wegen der Fey-erlichkeit seiner Einweihung, wegen Einsetzung der öffentli-chen Spiele, und wegen Stiftung der Preise der Bered-samkeit, die allda jährlich ausgetheilet wurden; berühmterund zugleich in den Geschichtschreibern und Erdbeschreibembekannter gewesen wäre, als der zuLpon, welcher auf demZusammenflüsse der Saone und Rhone erbauet war. Dieglückliche Lage dieser Stadt, welche durch den Vortheil, dendiese zween Ströme ihr brachten, die Niederlage des Han-dels aller fremden Völker aus dem Morgen und aus Mit-ternacht geworden war, und zugleich der Ort wo alle Völ-ker aus Gallien sich versammleten ; veranlaffete die Gal-lier, wie Strabo, 6eoZr. käb. 4. sagt, diesen Ortallen andern zu Erbauung eines Tempels vorzuziehen.Dieser Schriftsteller setzt gar noch hinzu, daß um dieserUrsache willen, zu Lyon eine Art von allgemeinem Land-tage aller gallischen Nationen gehalten worden, derenNamen, und Abtheilungen, sechzig an der Zahl, auf denAltar dieses Tempels gegraben gewesen; um die Nachweltzu belehren, wie viel Theil jede von diesen Nationen an derErbauung dieses Gebäudes gehabt.

Diese Art zu diesem großen Werke beyzutragen, gabdiesen Völkern ein Recht, einen von denen Priestern zuernennen, welche alle zusammen ein zum Dienste des Tem-pels geweihtes Collegium ausmachten. Diese Priester ka-men alle Jahre hin, ihre Verrichtungen, insonderheit inder Zeit abzuwarten, wenn alle gallische Völker in dieserStadt zusammen kamen, entweder der Feyer der Spiele,