zz6 Lvm. Mahudel vorn Ursprünge
Das ewige Feuer, welches die Vestalinnen so sorg.faltig bewahreten, war unfehlbar eine Nachahmung desje-nigen, welches, da es vom Himmel aufAarons Opfergefallen war, nach diesem durch die Priester des Tempelsso sorgfältig unterhalten, und selbst auf göttlichen Befehldas heilige Feuer genannt werden mußte. Die Erleuch-tungen der Abgötter hatten damals auch einige Verhältnißmit dem Leuchter der Skiftshütte, und nach dem Musterder Juden zündeten sie, zu Ehren ihrer falschen Götter,Weihrauch an.
Die Griechen zündeten bey dem Feste, welches sienennten, der Minerva, dem Vulkan undPrometheus zu Ehren, unzahliche Lampen an, alsDanksagungen, daß die erste ihnen das Oel gegeben;Vulkan die ersten Lampen verfertiget, und Prometheusdieselben dadurch brauchbar gemacht hätte, daß er das Fcu»er vom Himmel gestohlen. An diesen Tagen feyerten sieSpiele, deren Lustbarkeit darinnen bestand, daß die Leutemit Fackeln in den Handen um die Wette liefen (/).
Die Zubereitungen eines andern Festes, welches sienannten, dem Bacchus! geheiliget war, undin der Ordnung ihrer Feste gleich nach der Weinlese folgte,bestand in einer großen nächtlichen Erleuchtung, und einerMenge von Wein die man den Vorübergehenden ein-schenkte (^.
Bey denen der Ceres von den Römern bestimmtenFesten, verbrannte man eine unzählige Menge Fackeln,zum Andenken, daß diese Göttinn ihre vom Pluto gerau-bete Tochter Prostrpina so lange gesucht, und dieselbedurch diesen Raub, Königinn der Hollen geworden.
Servius einer von den sieben römischen Königen,wollte (/^, daß zur Saatzeit, eine jede Stadt in Ita-lien,
s/) 8ck«I. ^riNo^kLN. in ksnis.
) ?autnn. in ^ckaicis.
) DionMus von Halikarnaß im 4 Buche.