Band 
Dritter Theil.
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Aristdium oder Arefetum. 4!9

sunc verc) D3lmetiu8 lilmtenenli 8 Lpilcopus vinchcgbor.Gregorius von Tours sagt nicht ausdrücklich , daß die-ser Sprengel nur aus fünfzehn Pfarrkirchen bestanden, soehemals die Gorhen besessen. So ist auch Moderich,nicht der erste Bischof von Aristdium gewesen, und Deo-rarius sein Vorgänger, muß unfehlbar einen Sprengel ge-habt haben, der von allen den Kirchspielen unabhänglichgewesen, welche die Gothen zu seiner Zeit besessen. Daindessen dieser Vorgriff des Dalmarius auf einige Kirch-spiele, die Kunstrichter ganz allein bewogen, vorauszuse-hen, daß der ganze arisidische Kirchensprengel, ursprüng-lich einen Theil des rhsdischen ausgemacht; so setzt Herrvon Mandajors ihnen dieses Dilemma entgegen:

Entweder, es sind die fünfzehn Kirchspiele der Kir-che zu Rhodes wieder erstattet worden, oder nicht. Sindsie niemals wieder erstattet worden, so muß man den Ortvon Aristdium nicht mehr im Roüergischen suchen, da-von es keinen Theil mehr ausgemacht hat: smd sie aberdem Rhodiser Bißthume wieder erstattet worden, nachdemModerich todt war, wie Lhanrereau le Levre in sei-nem historischen Gespräche über Ansberts Heirach mit derBlirildis vermuthet; so haben diese fünfzehn Kirch-spiele nicht den ganzen Aristdischen Kirchsprengel ausge-macht: indem sechzig Jahre hernach, Lmmo üaeluenllzLpckcopas, der Kirchenversammlung zu Reims, nebst demDerus, Bischöfen zu Rhodes beygewohnt, der ihm auchseinen Titel nicht streitig gemacht.

Die Zeit, so damals seit des Dalmätius Eingriffeverflossen, war hinlänglich genug, daß Man die beyderseiti-gen Ansprüche hatte untersuchen können: und es ist nichtnatürlich, daß in dieser Zwischenzeit, die rhodischen Bi-schöfe, diesen Streit nicht hätten sollen entscheiden lassen»

Diese Nachläßigkert wird uM so viel unwahrscheinli-cher, da GreAorius von Tours ein Beyspiel einer ganz

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