über ein Sinngedicht im Martial. rsz
den goldenen Münzen statt gehabt hätte. Nun hat aberHerr de la Barre gezeiget, daß das Gold und Silbersich immer gleich verhalten, und daß man das eine nichthinunter gesetzet, ohne auch das andere zu verringern.Folglich muß man muthmaßen, daß sie auch zu gleicherZeit vermehret worden sind. Ist nun dieses geschehen,so ist es allezeit in demjenigen Verhältnisse geschehen, da-von er die Proben angegeben hat; damit 2; silberneDenare, wie gewöhnlich, einen goldenen betragen möch-ten. Folglich kann die Vergleichung von DomiriansMünze, mit den silbernen Münzen seiner Zeit, welchenach Proportion zu geringhaltig waren, nicht statt haben.
Die mehresten Ausleger haben sich mit einer nichtk-tkgen Gelehrsamkeit breit gemacht, oder sie haben viel-mehr allerley ausschweifendes Zeug über den Vers;
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ersonnen. Der Verfasser obbenannter Abhandlung, hatsie sehr glücklich widerlegt, und auch außerdem seineMünze sehr wohl angewendet, den Sinn dreyer oder vierStellen fest zu sehen, allwo Martial von der Münzeredet. Herr de la Barre gesteht selbst, daß er in die-sem Stücke alles geleistet habe, was man von einemwihigen Kopse fodern kann, welcher sich nicht in ver-strickte Untersuchungen vertiefen will; ohne welche mandie Muthmaßungen nicht unnützer Weisevermehret.
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