Band 
Fünfter Theil.
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XI. Beschreibung eines zu Rom rc. IV5

in dieser erhabenen Schnitzarbeit sind, wenn man siemit Denkmälern von gleicher Art zusammen hält, dieman noch alle Tage im Toscamsthen entdecket.

Uebrigens wird die Aehnlichkeit die die Figuren die-ses Schnitzwerkes mit den Personen des alten Lustspieleshat, so wie sie zu Zeiten des Terenz gewesen, und nachdem Alterthume in denen Abzeichnungen, die uns derVerfasser des Tractates cio kerlonis L I^arvis, und dieFrau Datier, mitgetheilet haben, diese Bildhauerarbeit alle-mal in diejenige Zeit setzen, die wir ihr angewiesen haben.

Was nun den Gebrauch eines so sonderbaren Stuh-les betrifft, als dieser ist: so muß, theils seine Gestalt,seine Bestimmung daß er fest und unbeweglich auf einerStelle bleiben sollen, welches die Festigkeit der Materieanzeiget; theils die Schönheit des Marmors, und derArbeit, so gut die damalige Zeit sie verstattete; endlichauch theils das Verhältniß der vorgestellten Sachen, die-jenige Person anzeigen, welche ein Recht gehabt hat,darauf zu sitzen.

Denn erstlich hat es kein Stuhl seyn können, derirgend einer von denen Gottheiten gcweihet gewesen, diein den Tempeln sitzend vorgestellet werden: indem, außerdaß die Figur gemeiniglich mit dem Stuhle zugleich auseinem Stücke Marmor gehauen wurde, die innern erho-benen Schnitzarbeiten nicht hätten können gemacht wer-den, oder doch um so viel unnützer gewesen seyn würden,da der Leib und die Kleidung der beständig sitzenden Gott-heit, sie allezeit durchaus verstecket haben würde.

Zumj andern erlauben die Schwierigkeit, einen derglei-chen Stuhl von einem Orte zum andern zu bringen, dieHärtigkeit des Marmors, die Ungleichheiten des Sitzesund der Lehne, welche durch die Vertiefungen und Erhö-hungen des Schnitzwerkes entstehen, wiederum nicht, daßman ihn für einen Ruhestuhl irgend einer Privatperson

G z ansehe.