Band 
Fünfter Theil.
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eines gelobten Schildes.

dennoch, so bald er hörete, daß sie mit einem vornehmenHerren dasigen Landes, den sie liebele verlobet wäre, die-ses Band; und bedienete sich des Rechtes so ihm seinSieg gab nicht anders, als daß er den Reizungen unddem Brautschuhe dieser Prinzeßinn, noch alles das hin-zufügete, was ihre Aeltern zu deren Auslösung mitgebrachthatten. Das Volk, als ein Augenzeuge einer so reinenund römischen Tugend, weihcke dieselbe auf einem ge-lobten Schilde, und Scipio konnte dieses Denckmaalihrer Dankbarkeit und Bewunderung nicht ausschlagen,welches die römische Ehre selbst mit betraf. Es ist wahr-scheinlich, daß bey der Rückkunft von diesem Feldzuge,Scipions Schild bey der Uebersahrt über die Rhoneverloren gegangen: so viel aber ist gewiß, daß er unterdem Sande des Flusses viel sicherer gelegen hat, als erin irgend einem Tempel gewesen wäre, dem man ihmhätte widmen können.

Der Schild ist von reinem Silber, vollkommenrund, hat sechs und zwanzig Daumbreiten im Durch-Messer, und wiegt zwey und vierzig Mark. Weil er miteinem verhärteten Schlamme überzogen war, der ihn un-gemein schwarz machte, so hielten ihn die Fischer die ihngefunden, für eisern. Ein Goldschmidt dem sie ihn zei-geten, ließ sie in diesem Irrthume, um destomehr Nutzendavon zu ziehen: und in der That ließen sie ihm densel-ben für'Nn Spottgeld. Als aber der Goldschckiidt ihngereiniget und geputzct hatte, getrauete er sich nicht ihnganz sehen zu lassen, sondern schnitt ihn in vier Stückeund schickte ein jedes in eine andere Stadt. Dasjenigeso er nach Lyon schickte, ward zu einem Liebhaber, Na-mens Herr N7ey, getragen; der die drey andern Stückenachkommen und alles zusammen löten ließ. Nach demTode dieses Herrn Mey, kam der Schild an seinen Ei-dam, einen berühmten Handelsmann eben derselben Stadt;welcher aber nach der Zeit in seinem Handel so viel Un-glück