xvn. Boze, Erklärung ernes rc. -37
Vem jeder Hausvater die Freyheit hatte, so viele zu erwäh-len als ihm beliebte: Lnin stnAuli ex lemet i^>6r
tollstem Oeos läeignt, lunoues, Oenios^ie, <ke.
War man genöthiget zu reisen, ss führete man gemei-niglich irgend eine geliebte Gottheit bey sich; wie die Stelleim Apulejus beweist, allwo er uns saget, daß er, wo erauch hinreisete, allezeit in seinen Kleidern die Bildseule ir-gend einer GotthMt mir sich führete und verborgen hielte:I^am morcm midi bülieo, guoguo eam, stmulacrum iuterIsculoz Loneiituin Aeliare. Und es scheint, Cicero habegefürchtet, er werde seine Minerva auf Reisen abnutzen:weil er, bevor er ins Elend abreisete, dieselbe im Capirolzur Bewahrung übergab.
Aa der Mensch allemal wegen des Zukünftigen unru-hig, und begierig ist, dasselbe zu erfahren: so ist kein Zwei-fel daß es auch unter den penaren, Götter gegeben, wel-che Orakelsprüche ertheilet, oder doch dafür gehalten wor-den. Man konnte die öffentlichen Orakel nicht allemalzu Rathe ziehen; man befragete sie auch nur in wichtigenFällen: und hierzu gehöreten gar viele Vorbereitungen,Bemühungen und Kosten. In seinem häuslichen Beth-zimmeraber, konnte ein jeder alle Augenblicke, wegen dermindesten Kleinigkeit, und mit geringen Kosten die Laresbefragen, denen man dieses Vermögen zuschrieb: und wennwir ja kein ausdrückliches Zeugniß haben, was diesen Ge-brauch bestätiget, so weis man ja wohl, daß mans zuweilenvergessen hat, auch die gemeinsten und am meisten imSchwange gehenden Sachen aufzuzeichnen.
Eine Münze, eine Aufschrift, ein gestochener Steinalso, lehret uns täglich Sachen, die im Alterthume gemeingewesen sind; und die uns ohne diese Hülfe, stets unbewußtgeblieben wären. Und eben in diesem Falle befinden wiruns diesesmal.