Band 
Fünfter Theil.
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-er Abtey zu Cisteaux. 229

nms des V, welchen sein Bruder hatte ermorden lassen,als ein Neffe des verstorbenen Königes, dem Canuc, dermit ihm Geschwisterkind war, die Krone streitig machen,indem sich derselbe zu dessen Erben erklarete: allein Canuebemächtigte sich seiner Person, und ließ ihn nicht eher los,bis er seinem Bißthume entsaget hatte. Er gieng dahernkch Italien und blieb zu Bononien, allwo er sich zweyJahre lang auf Erlernung der Schrift und Kirchenväterlegete. Da nun das Erzbißthum Bremen erlediget ward,ließ er sich von dem Capitel zum Erzbischofe wählen, undsobald die Abgeordneten ihm die Zeitung davon brachten,so gieng er mir ihnen nach-Rom, um die Bullen anzuhal-ten. Allein der Kanzler von Dannemark, welcher zu glei-cher Zeit hinkam, sehte sich im Namen seines Königes da-wider. Da sich nun die Sache in die Länge verzog, gienglValdemar plötzlich aus Rom, ohne des Pabstes Wissen,und kam nach Bremen, allwo er für seinen. Kopf dasErzbißthum in Besitz nahm. Der Pabst drohete ihm, jaer that ihn gar in den Bann: allein nichts konnte ihn ver-treiben, weil ihn das Volk dermaßen unterstüßete; daßweder der Pabst, noch der König von Dännemark, einenfinden konnten, der ihm den Bann ankündigen wollte.Endlich nach sechs bis sieben Jahren, ward UXrldemargefährlich krank, und da ihn die Gewissensbisse quäkten,ließ er den Abt vom Kloster Lickia, Cistercienserordens,in Niedersachsen, an den Gränzen vom Herzogthume Bre-men gelegen, holen. Diesem beichtete N)aldemar, undnachdem er angelobet: daß, wenn Gott ihn leben ließe,er nicht nur das Erzbißthum niederlegen, sondern auch Ei-sterciensermönch zu Eisteaux werden wollte, so gab ihmder Abt die Absolution, waldemar ward gesund, undhielt Wort. Er gieng nach Rom, allwo Pabst Hono-rius der lll. Innocenz des IH Nachfolger, ihn zur Bußeaufnahm, seinen Bann aufhob, und ihn dem sel. Gau-tier, damaligen Abte zu Etsteaup schickte, der ihn in denOrden aufnahm. Hier brachte er sein übriges Leben in

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