Band 
Fünfter Theil.
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XXVI.

Herrn Lancelots Erklärung eines

sonderbaren Calenders (*).

I 7 Z 2.

^ey Einreißung eines derer Giebel des Schlosses Coe-dic in Bretagne, fanden die Arbeiter so mit demAbbrechen beschädiget waren, in einem gemauer-ten Vierecke, welches recht dazu verfertiget zu seyn schien,die Stücke eines irrdenen Topfes, und ein Stückchen Holz,ungefähr fünf und einen halben Zoll lang, und drey Zollebreit, sechs Linien aber dick. Auf beyden Seiten war das-selbe mit so seltsamen Puncten, Characteren und Figuren be-malet, daß alle diejenigen, denen man es zeigeke, trotz derfrommen Aufschrift die rund herum steht, dafür hielten:daß es entweder eine zum Nativitätstellen, oder Weißagen,dienliche Tafel sey. Andere hielten es für einen Talismann;andere endlich für eine Art eines teufelischen Zauberbrettes,zum Beschwören, Verhexen, und andern Zauberkünstengehörig: daher sie denn alle dafür hielten, man könne esnicht schleunig genug ins Feuer werfen.

Der Herr des Ortes, welcher der närrischen Mährchendie er erzählen hörete, überdrüßiger war, als der Scrupelund abergläubischen Begriffe, so man in ihm erwecken woll-te, entschloß sich, seinem guten Freunde, dem Herrn de laCürne de St. palaye, unserm Mitglieds, dieses Stück-chen Holz zu schicken. Wir haben es seiner Seltsamkeitwegen, in Kupfer stechen lassen: und wenn dieser Stichplump zu seyn scheint, so kömmt es daher, daß er demOriginale vollkommen ähnlich sieht.

Bey

(*) Ällan sehe die XL Kuvfertaftl.