272 xxvn. Chamborts Verbesserungen
künstelten einträchtigen Schreibart bedienet, sollte der wohldas Gedicht vom Schilde, wie ein Schüler, mit der be-wundernden Figur angefangen haben? Nach ihm, hatJohannes Diaconus eben so wenig Recht, diese zweyWorte in ein Beywort zu verwandeln; und Herr Guterhat noch weniger Grund für sich, aus zweyen Worten einszu machen. Alle Handschriften und gedruckten Exemplarescheiden sie von einander, und es ist lächerlich zu glauben,daß der Dichter hätte ausdrücken wollen: Alkmene seydes Morgens angekommen.
Alle diese Schwierigkeiten würden verschwunden seyn,wie Herr Thaindorc saget, wenn des Hesiodus Auslegerbedacht hätten, daß in den guten griechischen Schriftstel-lern das Wort-ey, durch lola gegeben werden muß, in-dem es auf der ersten Sylbe mit einem gelinden Haucheausgesprochen wird; und daß das y dessen Geschlechtswortist. Dieser Ausdruck ist um so viel natürlicher, da er an-zeiget , in was für einem Zustande Alkmene nach The-ben gekommen, nachdem ihre Brüder gestorben waren,die ihr Gemahl noch nicht gerächet hatte, und nach demTode ihres Vaters Elekrryon, der durch einen ungefährenZufall umgekommen, wie Apollodor berichtet. Folg-lich behauptet Herr von Thamborc: daß, wenn man daswas Hesiodus sagen wollen, genau ausdrücken will, mandie ersten drey Verse seines Gedichtes, so übersehen müsse:Alkmene, Elekrryons Tochter, der ein Beschützerder Völker war, verließ ihre Wohnung, und kamganz allein nach Theben, nach dem tapfern Ain-phirryo. Sie kam von Tirynrh, einer Stadt, zurück,die ihr Gemahl hatte verlassen müssen, um sich nach The-ben zu begeben, nachdem er unglücklicher Weise den Elek-tron ermordet.
Zum Beweise, daß diese Uebersetzung den Sinn derVerse gut ausdrücke, begnüget sich Herr von Thambortnicht damit, daß er die Leser nur an die. Wörterbücher