ZOO xxix. Mahudels Erklärungen
vil. Aufschrift.
Die siebente besteht in diesen zwo Zeilen:()VIbHV8 (^88IV8cxn. kiLR.cäi'Vk.
Der p. Vignier ein Jesuit, welcher sich auf die Er-sorschung der Alterthümer dieser Stadt geleget hat; undGaurherot der eine ziemlich schlechte Art von Geschichtedavon geschrieben, haben, anstatt VLK,-
gelesen: indem sie nicht Acht gegeben, daß dasV. das mittlere Stück eines ist, besten zween Seirenstri-che ein wenig verloschen sind. Das muß hier alsofür LLdilor gelesen werden, wie man insgemein bey Auf-schriften thut; oder auch für dMtor, welches Wort Ul-pian gebraucht, wenn er einen Menschen andeuten will,der die Waaren schätzet.
Hieraus folget nun, nach Herrn Mahudels Meynung,daß dieser Guinrus Caßius, dessen Namen ganz römischist, und der aus einer der vornehmsten konsularischen Fa-milien gewesen, da er sich, vieleicht zur Zeit der ersten Co-lonie, zu Langres befunden, daselbst ekwan Aufseheroder Vorsteher des Handels geworden; ein Amt, das unszwar bisher unter dem Namen 0 M 80 Kunbekannt gewesen; dergleichen es aber in Langres wohlehemals gegeben haben mag, welche damals eine^ viel stär-kere Handelsstadt war als jetzt.
VIII. Aufschrift.
Die achte Ausschrift, welche Gruter noch am richtig-sten mitgetheilet hat, weil sie sehr gut erhalten gewesen,lehret uns, daß es sehr lange Zeit zu Langres eine öffentli-che Schaubühne, und folglich ordentlich eingerichtete Schau-spiele, wie in den größten Städten, gegeben.