z6 n. Fontenü, von Erbauung
haben. Aus dieser Erdichtung erhellet: i. Daß die Tperier denAgenor für den Stifter ihre Stadt gehalten.2 Daß sie deren Ursprung in die entlegensten Zeiten gese-Het, in diejenigen Jahrhunderte, in welchen die Götter,nach den groben Begriffen des Heidenthumes, mit denSterblichen umgiengen.
Eusebius laßt in seiner Chronik, den Phönix, nachdem Tobe seines Vaters Agenor, zu Tyrus regieren; undaus Tyrus laßt er den Radmus nach Böoricn überge-hen. Radmus und Europa werden auf den Münzendieser Stadt abgebildet. Was aber endlich dieser Mey-nung den höchsten Grad der Wahrscheinlichkeit ertheilet,ist dieses, daß die Sage der Einwohner selbst, und dieMeynungen derer Schriftsteller, worauf sie sich gründet,vollkommen mit des Joscpbus Rechnung übereinstimmen,dcsstn Ansehen in dieser Sache, aus obangezogenen Grün-den sehr wichtig ist. Dieser Geschichtschreiber setzet r<) dieErbauung der Stadt Tyrus , 240 Jahre vor der Erbau-ung des Tempels zu Jerusalem, durch den Galomon, dasheißt, in das Xlllte Jahrhundert vor der christlichen Zeit-rechnung, als Gideon das Volk Israel beherrschet: unddieses ist ungefähr die Zeit in welcher Agenor gelebet ha-ben kann.
palatyr konnte sich eines ganz andern Alterthumsrühmen. Diese Stadt war schon zu des Josua Zeitenein fester Platz -e), als welcher das Erbtheil des StammesÄsser an der Seite des Meeres, bis an die Gränzen dieseralten Stadt anwies, welche in der Vulgärer schon damalsnmnmstima genennet wird. Es ist muthmaßlich,daß diejenigen so sie bewohnet, viel zur Bevölkerung desneuen Cyrus beygetragen haben, als selbiges vom Age-nor gestiftet war. Seine vortheilhafte Lage, die Bequem-lichkeit
«) Lntigu. /lutzic. VM. Lax. L.