yo iv. Frevels Anweisung
IV.
Herrn Frercts allgemeine Begrif-
ft, von dem Ursprünge und der Verminschung der alten Völker, und von der Artihre Geschichte zu erlernen.
Scribenten der alten Geschichte, und der ausden mittlern Zeiten, sind mit Schwierigkeiten an»gesüllet, davon die größte die Verwirrung ist, in wel-che uns alle Augenblicke diejenige Menge unbekannter Völ-ker setzet, die man plötzlich auf dem Schauplatze erscheinen,einander ablösen, und wieder vernichten sieht; deren UrsprungMan nicht kennet/und wegen welcher die Schriftsteller fastniemals einerley Meynung sind. Dem Gedächtnisse fälltes schwer, sich mit ihren Namen zu belästigen: der Ver-stand verwechselt sie mit einander: die Einbildungskraftmachet sich falsche kehrgebäue: und man bleibt endlichbey dem Ekel vor einer mühsamen und fast allezeit frucht-losen Art einer Wissenschaft stehen.
Allem der geringe Nutzen, welchen man oftmals ausdergleichen Bemühungen zieht, kömmt nicht sowohl von derNatur der Gegenstände, als von der Art her, wie man sieuntersuchet. Man verfährt entweder ohne alle Lchrart;oder man bedienet sich fehlerhafter kehrarten. Gleichwohlist es gewiß, daß die Gelehrsamkeit allein noch! nicht hinläng-lich ist, in einer so schweren Bemühung fortzukommen: undwcnn jihr nicht die philosphifche Art zu denken auf ihremWegs die Hand beuth, so verirret und verliert sie sich. AllsWissenschaften, alle Künste haben ihre eigenen Grundsätze.Diejenigen, deren man sich bey gegenwärtigen Untersuchun-gen bedienen kann, sind m geringer Anzahl; allein sie
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