§v iv. Frerets Anweisung
fohlen). Dieser Namen, der heutiges Tages das ganzefcychische Volk anzeiget, war ehedem einer ihrer besondernStämme. Mein da dieser Stamm in den Feldzügen derMogolen wider den Dccidenr, den Vortrupp ausmachte,so lernten die Ausländer ihn auch am ersten kennen. Diein Syrien wohnhaften Christen, gewöhnten sich an, die gan-ze Nation bey diesem Namen zu nennen: und von diesen ha-ben wir diesen Gebrauch, oder Misbrauch überkommen,vonwelchem man übrigens auch wohl im höchsten Alterthume''Spuren finden würde. Die alten Perser nannten alleVölker eben dieser scythischen Nation, Sacen; und dieses,wie PIlnius)>) uns lehret, darum: weil der Stamm Sä-ten, der aufden Gränzen wohnete, ihnen allein bekannt war.
Die verschiedenen Colonien der Cimmerier, (bothen,Scythen, Hunnen, Awaren und Ungarn, stehen auchmit unsern Kreuzziehenden fast in gleichem Falle. DieEinrichtungen der verschiedenen Garmaristhen oder Sla-vonischen Staaten, dergleichen die Rüsten, pohien,Mähren, Böhmen, Bulgarier, u. s. w. find, sind voneiner andern Art. Die Slavonischen Staaten Habei:sich durch neue Bündnisse, oder Vergesellschaftungen unterden alten Einwohnern errichtet: welche, da sie im Occidenteund Mittage ihres Landes, fruchtbare Cantons sahen, dieaber wüste, und folglich unangebauet waren, immer näherund näher hinein gerücket sind, und sich ohne Schwierigkeitdaselbst niedergelassen haben.
Achte Beobachtung.
Achtens, der Namen, welchen ein Volk, oder ein Staatsich selbst, giebt, ist gemeiniglich ein ehrenvolles Bey-wort
HeeoSot, VII. B. 67. 5) Der Herr Verfasser sa-
Cap. get nicht, was diese Namen
X) l.ib.VI.csp. 17. rühmliches bedeuten. Die
Limbcrn