Band 
Neunter Theil.
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der Völker in Italien. ^ 127

net worden, die sich nachmals Vermaßen mit einander ver-menget haben: daß sie mit Ausnahme einiger wenigen garnicht zahlreichen Völker, fast alle Züge verloren, die ihrenUrsprung bezeichneten; ungeachtet die Sage noch allezeitdas Andenken davon erhielt.

Italien ist eine Art einer Halbinsel, fast allenthalbenmit dem Meere umgeben, außer an dem Orte, wo die Rei-he der Alpen sie mit Europa verbindet, indem sie dieselbezugleich von den benachbarten Landschaften absondert. Die-se Reihe von Bergen, welche Italien einschließen, macheneine Art von halbem Monde, dessen zwey äußerste Enden sichbis ans Meer erstrecken. Man kann nur an einigen Or-ten hinüber kommen: und nur durch die allerleichtesten We-ge, hat dieses Land seine ersten Einwohner bekommenkönnen.

Man muß bemerken: i. Daß die ersten Bevölkerun-gen nicht zu Wasser geschehen sind. Dieses ist ein ausge-machter Grundsatz, der sich auf die Unwissenheit gründet,darinnen man in jenen ersten Jahrhunderten, in Ansehungder Schiffarth stund. 2. Daß sie nach und nach, und durchwilde Menschen geschehen, denen es an vielen Mitteln feh-lere, welche die Kunst und Erfahrung, seit der Zeit denenHindernissen entgegen gesetzet haben, welche die Natur derGemeinschaft zweyer verschiedenen Länder in den Weg ge-leget hat.

Die zween kürzesten Wege sind an den zwey äußer-sten Enden der Kette der Alpen; der eine im Norden, wel-cher aus Aärmhen nach Friaul führet, ist der leichtestevon allen; er durchkreuzet die kärnthisthen und suliani-schen Alpen. Der mittägliche Weg, an der Seite wodie Kette der Alpen an das mittelländische Meer stößt,ist zwar nicht so leicht als der RärnkchisiDe, aber doch nochkurz genug, und auch für Wilde wohl nach wegbar. Nach

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