Band 
Neunter Theil.
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rzo v. Freret, vom Ursprünge

Crestonia, von wegen der Hauptstadt Trestona genanntwird. Allmählich ward er in allgemcinerm Verstände ge-nommen, er ward mit dem pelascstschen Namen gleich be-deutend. Thucydides c) vermengete ste mit einander, undeinige Verse im Sophokles, welche Dionysius von Ha-likarnaß -i) anführet, geben Anlaß zu glauben, daß dieseVerwirrung den Arhemenser n etwas gewöhnliches gewe-sen. Von den griechischen pelasgern gieng er gar baldzu den italienischen über, das heißt, zu denen Völkern grie-chischen Ursprunges, welche alter waren, als die hellenischenColonien. Diese nannte man bald Iraliores, bald Tyrr-hener, und dieses kann man im Dionysms von Hallkar,naß bemerken: welcher, da er den Griechen beweisen wollte,daß die Römer keine Barbarn waren, ohne Bedenken denitalienischen pelasgern alles das zueignet, was die Altenvon den griechischen gesaget haben. Aus einer Folge die-ses Lehrgebäues, die ihn zuweilen zu falschen Auslegungenverleitet, hat er den Namen Lrestona, in Corrona ver-wandelt, und die Tyrrbcner von Crestona mit den ro-Iranischen vermenget: ungeachtet Herodoc die Vorsichtig-keit gebrauchet hatte-), diese letztem durch ihre Nachbar-schaft mit Nmbrien zu bezeichnen.

z. Dieser Irrthum des Dionysius von Halikar-naß hat alle Kunsirichter verblendet, und viel falsche Lehr-gebaue in Ansehung des Ursprunges der Toscaner verur-sachet. Da man als eine Folge des ersten Versehens, denNamen Tprrbcmer allen in Italien zerstreueten pe-lasgern gegeben hatte, und sich auf der Küste vonToscana,verschiedene dieser pclasgisthen Staaten befanden, wieunter andern die Anylkier, die den Griechen sehr bekanntwaren: so gewöhneten sich die Griechen nach und nach, alleToscaner unter eben diesem Namen anzuzeigen. Sie sa-hen ste für Tvrrhenier und folglich für pelasger an; in-dem es, da sie sie nicht persönlich kannten, natürlich war, daß

sie

c) IV. 109. «/) I. Lir. e) I.94. 16z.