der Schlacht öey Marathon. 19z
Beweise, daß Lacedämon sich an dieß seltsame Gesetznicht gesunden gehalten: allein er führet kein Beyspiel an,sein Vorgeben zu unterstützen. Außerdem fällt dasjenige,was Herodor saget, nicht überhaupt, auf alle Monathe imJabre; sondern man muß e 6 nur auf diejenigen sechs Ta-ge rechnen, welch, vom neunten besagten Monathes, bis zumfunftehmeir enthalten sind. Ist die Schlacht bey Ma-
raebe-n gegen die Zeit des Vollmondes vorgefallen, dervor dem sechsten des Monathes Loedrmnion gewesen ist;wie aus der aus dem plmarch angeführeten Erzählungerhellet: so muß die Ankunft des Bothen Phidippides zuSparra, den neunten des Monden, mit der Feyer descarneischen Festes zugleich eingetroffen haben.
Nach dem Dememus von Scepsis, welchen Ache-näus, lV. a. d. 141. S. anführet, ficng dieses Fest, welchesneu» Tage währete, den siebenten des Monden an. Nun wis-sen wir, daß Lacedamon eben in dem Laufe dieser Feier-lichkeit den Aberglauben hatte, nichts zu unternehmen. Im48osten Jahre, das heißt, zehn Jahre nach der Schlachtbey Maracoon, warteten dieSpartlaren erst ab, daß dieZeit des carneischen Festes vorbey wäre; ehe sie denen Völkerneine Verstärkung zuschickeken, die mit dem Lcomdas den Paßvon Edermopyla besetzeten. Diese zweyte Begebenheit er-kläret und bestätiget die erste. Der Monath Carnius zu6parra uird bey den andern Doriern des Peloponnesus,kam mit dem attischen Monathe Metageirnion überein»Der Vollmond dieses Monathes, der zweyte des athenien-fischen Jahres, fiel im hosten Jahre gegen den 4tenSeptember ein. Der Tag des Dankopfers, da er derfünfte des folgenden Mondes war, nach dem plmarch,hat mit dem 2zten oder 24km September eintreffen müffen.
Hieraus sieht man nun: daß die Schlacht bey Ma-rathon aus dem Monathe Merageimion ist. plmarch»aber will, daß dieser Monath zu allen Zeiten GriechenlandIX. Lh.derGesch. N gefähr.