Band 
Neunter Theil.
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2ZL X!. Galliers Übersetzung

himmlischen Kugel, durch den Körper, welchen sie sich selbst-gemachst hat: oder endlich, wenn man voraus sehet, sie seyaller körperlichen Kleidung beraubet, so muß man sagen:daß die Seele, da sie verschiedene Arten von Kräften hat,und solcher Kräfte, die unsere Bewunderung übertreffen, dieKugeln bewege. Es gehe nun zu wie es wolle, sie sitze nunmit der Sonne auf einem Wagen, und führe uns solcherge-stalt das Ucht zu; oder sie mache es auf eine andere Art,Von woher, und wie man will :so ist c§ doch am vernünftig-sten zu glauben, diese Seele sey ein Gott, und es wäre när-risch, wenn man anders denken wollte. Wir wollen vonder Kugel des Mondes und der übrigen Sterne eben dassagen, was wir von der Sonne gesaget haben. Diese See-len sind die Ursachen aller Dinge, sie sind mit Tugenden er-füllet. Wer wollte nun nach diesem noch läugnen, daß dasWeltgebän voller Gottheiten ist?

Nunmehr müssen, die Atheisten, entweder unsererMeynung beysallen, daß die Seele die Hervorbringermndes Weltbaues sey, dafern sie nichts beffers sagen können,als was wir gesaget haben; oder sie müssen zeigen, daß wiraus falschen Gründen wider sie gestritten haben. Hierbeywollen wir es bewenden lassen, und zu dem zweyten Saheschreiten, der die Vorsehung betrifft.

Nunmehr müssen wir versuchen, durch unsere Redendiejenigen zurecht zu bringen, die, da sie das Daseyn derGötter zugeben, nicht gestehen wollen: daß sie an der Ver-waltung der menschlichen Vorfälle Theil nehmen.

Ihr glaubet, wollen wir ihnen sagen, daß es Göttergiebt, und die Aehnlichkcit, welche ihr mit ihnen habet,treibt euch an, ein Wesen zu erkennen und zu ehren, mirwelchem ihr sehr nahe verwandt seyd. Nur das Glück,weiches ungerechte und gottlose feute genießen, bringt euchauf eine Meynung, welche von der Frömmigkeit verdammetwird. Allem, werdet beffers Sinnes.

Dieß