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XI. Galliers Übersetzung
chc mit dem, der ihm gleicht, umgehe. Weder du, ncch einanderer, ihr möget so hoch am Glücksbrette stehen, als ihrwollet, werdet euch jemals schmaucheln dörfen, diesem un-wiederrufflichen Ausspruche zu entgehen. Die Götter, diedessen Urheber sind, werden dessen Nichraussührung nichtzugeben. UnS gebühret es, acht zu geben, daß wir dessenStrenge nicht auf uns ziehen. Die Götter werden dichnicht aus den Augen verlieren, und wenn du auch so behen-de wärest, daß du in den Mittelpunct der Erden dringenkönntest, oder so leicht, dich bis in den Himmel zu erheben:so wird dich doch die dir gehörige Züchtigung verfolgen; duwagst nun hier bleiben, oder in die Tiefen der Erde hin-unter steigen, oder noch an einen wüstem Ort gebrachtwerden.
Eben das muß man in Ansehung derer Menschen sa-gen, die du aus dem Mittelstände zu großem Ehren haststeigen jehen; und denen, die Ungerechtigkeit, oder andereböse Thaten zu Mitteln gedienet haben, sich zu erheben.Du hast geglaubet, sie wären bey ihrem Wohlstände glück-lich: und indem du die Vorsehung Gottes nur in der Auf-führung dieser Strafbaren betrachtet, so hast du geschlossen,die Götter hatten keinen Theil an der Verwaltung dermenschlichen Begegnungen; ohne dennoch zu bedenken, daßdiese Reihe von Vorfällen, bloß solchergestalt eingerichtetist, um zu dem Besten des Welcgebäues beyzutragen.
Wenn du diese Wahrheiten nicht annimmst, so kannstdu dir niemals selbst einen Entwurf deines Lebens machen;noch irgend eine Betrachtung über demjenigen anstellen,waö dessen Glück oder Unglück ausmachet. Wenn du aber,nach dem, was wir dir bisher vorgestellet haben, dir gesundeBegriffe von den Göttern gemachet hast; so danke ihnendafür: so gleich wirst du ihren Beystand genugsam genos-sen haben. Brauchest du aber noch erst Betrachtungen an-zustellen, um aus deinem Irrthume zu kommen: so höre
einmal