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xi. Galliers Ueoeyeßmig
Einige beseelte Wesen, welche Einwohner der Erdmsind, und deren Reichthum nur eine Straßenräuberey ist,sind allezeit bereit, in Ansehung derer Seelen, die über unswachen, sich der Wuth der wilden Thiere zu gebrauchen:welche uns bewachen, wie aufmerksame Hunde eine Schä-ferey bewachen. Zu andern Zeiten werfen sich diese unge-rechten Menschen zu den Füßen ihrer Herren, suchen diesel-ben durch schmauchclhafte Reden zu gewinnen, und bemü-hen sich durch Bitten, welches sie mit Liedern untermengen,(denn so viel hoffen die Boshaften): es werde ihnen erlau-bet werden, fremdes Gut an sich zu reißen, ohne daß ihnendeswegen etwas Übels begegne. Diefe unersättliche Hab-sucht ist es, welche in den fleischlichen Körpern, die Krank-heit der Seelen ausmachet; und die wir in den Städtenund Regierungen der Staaten, Ungerechtigkeit nennen.
Wer uns bereden will, daß die Götter allezeit geneigtsind, denenjcnigen zu vergeben, welche Unrecht begehen;wenn die Schuldigen den Vortheil, den sie davon ziehen,mit ihnen theilen: so würde man zugeben, baß die Götter,in diesem Falle, es mir den Menschen eben so macheten, wiedie Hunde einer Schäferey, wenn dieselben sich mit denWölfen verglichen, damit diese einen Theil der Heerde fres-sen und zerreißen möchten. Die Götter würden alsdannnichts, als eine Art von Steuermann seyn, welche für einMaßigcS Trankopfer, oder für sonst ein geringes Opfer, denUntergang eines Schiffes, und derer, die sich darauf einge-schiffet, behandelten. Das hieße sich die Götter als Füh-rer eines Fuhrwerks vorstellen, welche bey einem Zulaufeum den Preis, den Sieg demjenigen zuwenden wollten, derihnen das beste Geschenk gegeben hätte. Ein solcher Be-griff aber wäre ihnen schimpflich: und man würde sie ebenso sehr beleidigen, wenn man sie für Feldherren oder Aerzteansähe, die sich durch einige Gaben bewegen ließen, daö -Beste derer, die ihnen anvertrauet sind, zu verwahrlosen.
Die