Menschenopfern. 251
in der Insel saßhaft und Meister von dem abendlichenTheile des Landes waren: denn die Menschenopfer wahre-ren in Aarebago noch immer fort. Da sie einen Theilder phönicisthen Religion auömachetcn: so konnten dierömischen Gesche, die sie lange Zeit darnach verbothen, die-selben nicht gänzlich abschaffen. Tiber ließ vergeblich dieunmenschlichen Diener dieser barbarischen Handlungen, amLeben strafen: Sarurn fuhr dennoch fort in Afrika seineVerehrer zu haben; und so lange er bereit welche hatte, solange floß auch in der Stille daö Menschenblut auf seinenAltären ä).
Die ausdrücklichen Zeugnisse Cäsars, des plinius,Tacikus und vieler andern richtigen Schriftsteller, erlau-ben uns nicht zu zweifeln: daß die Deutschen und GallierMenschenopfer geschlachtet, nicht nur bey öffentlichenOpfern, sondern auch bey denen, die für die Genesung derKranken gebracht wurden. Es ist vergeblich, wenn wirunsere Vorfahren von einem Verbrechen ftey sprechen wol-len, welches ihnen von gar zu vielen Denkmälern einhälligaufgebürdet wird. Die Nothwendigkeit dieser Opfer wareiner von denen Lehrsätzen, die die Druiden eingeführethatten; und welcher sich darauf gründete: man könne dieGötter nicht, sonder einen Tausch befriedigen; das Leben ei-nes Menschen aber, wäre der einzige Preis, welcher imStande wäre, das Leben eines andern zu lösen. Bey denöffentlichen Opfern, brachte man in Ermangelung von Ue-belthätern, unschuldige Personen um: beyden Hausopsernaber, schlachtete man oftmals Menschen, die sich freywilligzu dieser Todeöart gewidmet hatten.
Die bey den Galliern gewöhnlichen Belobungen, da-von die Geschichte der Dörner und anderer Völker eben-falls Beyspiele anzeiget, würde allein genug seyn, uns zu
dem
6) äntlgu. XVIII. 4. 7-r-ru?/. LpoloZ. r.