Band 
Neunter Theil.
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gallischen Religion. 255

ander unterschieden gewesen. Diese Namen, z. E. He-sus, Teurares, Beienus, Bettfama, Taranis, warmgallisch: woraus erhellet, daß die römische Herrschaft dem,Dienst in Gallien nicht eingeführet.

Die besondern Lehrsätze der gallischen Religion sinduns wenig bekannt: indem, nach der Anmerkung des HerrnDüclos, die Sage allein dieselben aufbehalten; und dieDruiden, welche sie dem Volke vortragen mußten, sich einePflicht, oder vielmehr ein politisches Gesetz daraus Mache-ten , deren eigentliche Beschaffenheit nicht offenbar zu ma-chen. Die Unsterblichkeit der Seelen war der einzigeGrundsatz, welchen sie öffentlich lehretsn m).

Diodor von Stritten hak den Begriff, welchendie Gallier von einem andern Leben hatten, mit der ägy-ptischen und pythagoreischen Seelenwanderung, dasheißt, mit dem nach einander folgenden Uebergange dermenschlichen Seele in verschiedene Körper vermenget.Cäsars Ausdrücke lassen sich eben so auslegen: indessenaber war der gallische Lehrsatz von dem pythagoreischenim Grunde sehr unterschieden. Diese Völker glaubeten,daß nach dem Tode, die Seelen in eine andere Welt gier»,gen, um sich mit andern Leibern zu vereinigen. Nach eu-rer Meynung, saget Lucan, indem er mit den Druidenredet, bewohnen die Seelen den dunkeln Aufenthaltdes Erebus nicht. Plutons finsteres Reich ist nicht»hr wohnplatz nach diesem Leben. Sie gehen ineine andere wett über, als die unfiige ist; um einejede einen ganz andern Rörpec zu beleben, als derje-nige ist, den fie verlassen haben. Der Tod ist für fie

nur

den Mahometismus, als eine r») äkk HI. s. kell.Ketzerei) der christliche» Reli- gsll. VI.groir aMen.