der Insel Pharus. 267
Die Folgerung, welche sie aus dieser Stelle im Ho-mer ziehen können, hat den Herrn Al>r Belfty gerührek.Er hat geglaubet, diese Stelle, welche einem gewissen Lehr-gebäu günstig zu seyn scheint, von dem er eben so weit ent-fernet
nig von Preussen viele hundertHilfen neue Wiesen und Län-dereyen imElbingerwerder ma-chen lassen; so werden auchbeym Ausflüsse der Oder beySretin, und tiefer nach derSee, jährlich neue Stücke Landgewonnen.
Mein es ist noch ein Hülfs-mittel, die Länder nach der Seezu, zu erweitern. Die Seeselbst hilft zuweilen, bey großenStürmen, die nach dem Landezu gehen, die Ufer erhöhe», undbreiter machen. Sie wirftSand, Schilf, Rohr, und aller-hand Seekranker, die auf ihremBoden wachsen, mit vielen Mu-scheln und Schnecken vermen-get, aus Land. Diese bleibenliegen, und werden fest, dieSee selbst aber weicht um soviel zurück. So sind die Ufervon Damictta, wo König Lu-dewig der heilige im dreyzehn-ten Jahrhunderte angelandet,itzo schon y bis 10 italienischeMeilen von der See entfernet.'An der Küste von Holland, undsonst an vielen Orten wirst dieSee Dünen und Sandbänkeauf. An der jmländischen undhollsteinischen Küste, treibendie Westwinde immer neuesMarschland an. Selbst inPreußen, hat nicht nur vor Al-ters ein gewaltiger Sturm, die
beyden schmalen Streife Lan-des, die man die Nebrungennennet, gleichsam als Dämmezwischen dem Haf und der Ost-see aufgetrieben: sondern Dan-zig ist itzo bereits eine halbeMeile von der See entfernet,an der es vormals erbauet wor-den. Und bey Pillau und St.Lorenz, auf der Spitze vonSamland, weicht! die Seejährlich mehr zurück; weil siemehr Sand und Kraut ans Uferwirft. Eben das bemerket manin Schweden; wie NorSbergund die Schriften der Soc. derWissenschaften bezeugen: daßdie See itzo etliche Meilen vondenjenigen Orten zurück gewi-chen, die sonst das Ufer gewe-sen. Dieß zeigen die versan-deten Schiffe, davon man dieUeberbleibsel hie und da aus-gräbt. Eben das erfährt manzu Bozra, welches der vorma-lige Haftn von Karthago ge-wesen. Und auf der libyschenKüste findet man zwey, dreyMeilen von dem Seeuftr, eineungeheure Menge von Am-monshornern, und andern Con-chylien; zu einem deutlichenBeweise, daß die See selbst vielneues Land angesetzet; und al-so auch gar wohl die Pharusin,ftl mit dem festen Lande vereini-get haben könne. G.