Band 
Neunter Theil.
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von Athen. 299

Richtigkeit angegeben haben? wollten wir wohl vorausse-tzen , daß sie sich in der einzigen Himmelsbreite von Athenbetrogen? eines Ortes, allwo alle Wissenschaften, inson-derheit aber die Sternkunde, mit dem besten Erfolge bisauf die Grundlegung von Alexandnen bearbeitet wordensind?

Man kennet die alten Charten von Griechenland, da-von wir geredet haben; man weis, daß sie mehrentheils derMeynung der Alten in Ansehung der Lage von Arven fol-gen. Diejenigen betreffend, die sich Vernons Meynungnähern, so kömmt diese Uebereinstimmung, wie wir bereitsgesaget haben, von der gar zu großen Ausdehnung her, dieihre Urheber allen Ländern zwischen Eonftantmopel undder Insel (sandten, vom Süden zum Norden gaben. ,

Diese Ungewißheit eines Grades in der Himmelswek-te von Athen ist zu Verfertigung der Charten von Grie-

breiten, und die wenigstens ei-nige Grade betreffen, festzuse-tzen. In der That, das Ver-trauen , welches man in sie se-tzen soll, besteht in zweyen Stü-cken, die schwer zu erklären sind.1. Welches war zur Zeit deralten Beobachtung, die Schie-figkeit des Tbierkreifts? Nach-dem diese Schiefigkeit größeroder kleiner ist, so nähert sichdie Sonne zur Zeit der Wen-den, oder Solstitien mehr oderweniger dem Aenith; und folg-lich wird der tägliche Bogenderselben in der Sommerwen-de größer oder kleiner. Ä Wüß-te man wissen, ob die Alten beyBestimmung der Laaesläiige,vermittelst ihrer Wasseruhren,

chenland

und in vielen Jahren oft wie-derholter Beobachtungen, aufdie Wirkungen der horizonta-len Stralenbrechungen Achtgehabt? Man weis, daß die-selben die sichtbare Gegenwartder Sonne auf 4 Minuten, czSecunden mittler Zeit über ih-re wahre Dauer verlängert.Die Stralenbrechung ist denAlten bekannt gewesen. Da-durch hat Rleomeves, bey An-nehmung der Hypothese ältererSternkundigen, die horizonta-len Finsternisse erkläret. Al-lein, wandten sie diesen Grund- ,sak auf die Rechnung der ausder Dauer der Tage hergelei-tet worden, an? Das wissenwir nicht.