^vuigs Sigismunds von Burgund. 377
sieht man noch den Brunnen, in welchen, wie die Sage geht,die Körper Slgtsmunds, seiner Gemahlinn und seinerzween Söhne, GisclaV und Eondeoalds geworfen wor-den. Da man nun diese Prinzen in die Zahl der Märty-rer aufgenommen, so ward auch der Brunnen ein Gegen-stand der Andacht des Volkes. Das Master, was nochdiese Stunde daraus gezogen wird, dienet bloß zum Weih-wajser; man theilet es den Fieberkranken aus, die sich vonden benachbarten Orten dahin begeben. Im Nordwcsten,und auf 1240 Ruthen von Sc. Sigismund, ist die Kir-che von 8t. ?ere' ^vi - Is - Ooiombe. In diesem Kirchen-sprcngel, 800 Ruthen von der Kirche, findet man den OrtLouimelle genannt. Zwo Meilen oberhalb «chr. Sigis-mund ist daS Kirschpiel Eoulmiers. Woraus denn erhellet:
1. Daß t^olumna vicus nicht Loulmiers sey, welches
in den genennet wird, und sonst von St.
Sigismund zu weit entfernet ist.
2. Daß das Oolumna des Gregorius von Tours,
8t. ?ere-/^vi la - Lolombe sey, /'er»'«/ /rc«»»r
6s/»»,r»r-e. Man weis, daß das Wort in der Ver-
stümmelung der Aussprache des Pöbels, die Wörter Lc>-iouike und (loiumb^e, Ausdrücke des Zimmerhandwerkserzeuget hat. Lolombe ist der Haupkort, und < 7 o/«m»Lkann nicht ^ouliueile seyn, welches nur ein Dorf ist, unddessen lateinischer Namen ^oiumella geheißen haben würde.
z. Der Brunnen, in welchen der Körper des h. Sügismunds geworfen worden, war in dem Gebiethe der Oo-Iambe gelegen; allein man bauete nach diesem über diesemBrunnen eine (Kapelle, ?«re«/ /«»Kr K/r/MrmAr genannt,welche in der folgenden Zeit die Parochialkirche unter demTitel St. Sigismund genennet worden. In neuern Zei-
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