des Herrn Abtes von Rothelin. 449
Ll uno; kurz, alles was in dieser Art am seltensten ist. DieKenntniß dieser Werke, hak einen nothwendigen Zusammen,hang mit den theologischen Studien, für diejenigen, die sel-bige im Ganzen saßen wollen.
Die übrigen Theile seines Büchervorraths, ungeach.tek sie so zahlreich nicht sind, als der theologische, enthaltengleichwohl alles, was man nur wesentliches und merkwürdi-ges in jeder Gattung haben kann. Man wird leicht den-ken, daß die lateinische Litteratur, und dasjenige, was ent-weder mit den Alterthümern, oder der Münzwisscnschast,eine Verbindung hak, darinnen mit großem Fleiße ge-sammlet ist.
Ungeachtet dem Herrn Abre von Rothelin nicht al-le Ausgaben, und die Beschaffenheit der Eremplaricn gleichgut waren; so war doch seine Liebe zu den Büchern ohnealle Eifersucht. Er lieh sie gern allen denjenigen, die siebrauchen wollten. Eben in dieser Absicht hatte er sich ver-schiedene seltene und sonderbare Bücher angeschaffet, dieman zuweilen nothwendiger Weise zu rathe ziehen muß,und wenn es auch nur geschahe, um sich zu überzeugen, daßsie, trotz ihrem großen Ruffe, nichts nützliches, noch merk-würdiges in sich fassen. Die Gelehrten sind glücklich, wenndiejenigen, welche im Stande sind, dergleichen Bücher zukaufen, sich der Sorgfalt unterziehen, sie zu sammlen, umsie ihnen mitzutheilen.
Eine sonderbare Ausgabe vom LlorenrinischenCon»cilio, darinnen selbiges das VIII. allgemeine Conciliumgenannt wird, gab dem Herrn Abts Rorhelin Anlaß, tief.sinnige Untersuchungen über die Streitigkeiten der griechi-schen und lateinischen Kirche anzustellen. Diese Untersu-chungen haben eine Reihe von Abhandlungen hervorgebracht,die ein ziemlich weitläuftigeö Werk ausmachen, welches sichin seinem Cabinctte befinden muß.
1X-TH. derGesch. Zf
Mit