Band 
Neunter Theil.
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des Herrn Abtes Mongault. 539

chen Empfindung berühreten, und an die Lebensgeister nichtkamen, dennoch eine wirkliche Krankheit waren. Er erlittfünf starke Anfälle davon, die im flöten Jahre ihren An,fang nahmen. Die vier ersten daureken fast zehn Mona-the. Er genoß alle Mittel, die die Arzneykunst nur vor,schreibt; die Gesundbrunnen behielten noch allemal die Eh,re, daß sie ihm geholfen hätten; vieleicht, weil es die letztenMittel waren, die er versuchte: denn alle vier male folgere,auf diese Genesung eine Wiederkehr der Steinschmerzen,welche in währenden Anfällen verschwunden waren.

Das fünfte mal hielt viel länger an. Es überfiel ihn1756. Er brauchete alle Mittel dagegen, die er ehedemversuchet hatte, die Diät, die Aufmunterung, die Landluft,das Reiten, die Gesundbrunnen; aber keines wollte helfen.Endlich, nachdem er fünf ganzer Jahre mit seinem Uebel ge«rungen hatte, verfiel er 174z in eine geringe Krankheit, dieihm vieleicht, ohne es selber gewahr zu werden, einen er-wünschten Verwand darboth, das Zimmer zu hüten. Erkam auch bis an seinen Tod nicht wieder heraus, und dasein Zimmer die Aussicht auf eine nahgelegene Capelle hat-tc, so höreke er von dortauö die Messe.

Eine gewisse Anzahl erlesener Freunde, versammlet«sich täglich bey ihm. Die übrige Zeit brachte er mit Lesenzu; allein, da er selbst nicht über eine Viertelstunde, undnur bey Hellem Tageslichte lesen konnte: so hielt er sich vierLeser, die sich einander Tag und Nacht ablöseten, indemmit seinem Uebel noch eine beständige Schlaflosigkeit ver-bunden war.

Den rzsten Julius 1746, überfiel ihn ein heftigesFieber, mir Schmerzen verbunden, die gar bald gewaltig

wurden,