Band 
Eilfter Theil.
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zu den zehen Banden der Geschichte. A

Jahre daher geliefert hat, eine Pamela, einen Grandison,nur ein Kinderspiel, und für Gewäsch zu achten, das nichtwerth ist, angesehen zu werden? Welcher alte Philosophhat in seinen ernsthaftesten Schriften feiner, edler und höhergedacht, oder bessere Lehren der Tugend qeaeben, alschardson, in seinen Dichtungen. Wer hat die Züge derSitten und Gemüther so natürlich getroffen, als er, wo erdie Sache nicht bis zur Unwahrscheinlichkeit treibt? In sei-nen Romanen finde ich mehr Nahrung für das Herz, mehrZucht und Unterricht für den Willen, weniger Träume, undmehr gesunde Vernunft, als in den so sehr gerühmten als ge-künstelten Gesprächen platons. Mängel gegen Män-gel gerechnet, und Vorzüge gegen andere abgewogen, so wirdein Schriftsteller, wie )Fici)ardson, es allemal wider ei-nen, wie plato, gewinnen.

Wie viel haben nicht ferner unsere Geschichtschreibervor der Alten ihren voraus? Sie verliehren in Ansehungdes Vortrageö. Das räume ich ein. Aber sie lehren michmehr. Ihre Lehren sind wichtiger. Sie nöthigen michmehr, ihnen zu trauen. Die Alten unterbrechen ihre Erzäh-lung nicht mit Anführung der Urkunden, noch mir Erörte-rung verschiedener Sagen, die einander widersprechen. Sieführen den Leser nicht auf eine rauhe Straße voller Zweifel,und verlassen ihn nicht auf dem Scheidewege der Ungewiß-heit. Sie stellen die Sache nur von einer Seite vor, vonder sie sie selbst ansahen, oder von welcher es ihnen nur er-laubet oder anbefohlen war, sie vorstellig zu machen. MitUebergehung vieler Nebenumstände, die unser Urtheil vonden Sachen sehr verändern würden, wenn wir sie wüßten,ziehen die alten Geschichtschreiber große Begebenheiten inskurze zusammen, übertünchen die Lücken mit einem redneri-schen Firniß, der der meisten Augen blendet, und stellen unsdie Dinge in der Ferne vor, da sie ganz anders lassen, alsin der Nähe. Es gefällt dem Auge wohl, wenn es einengroßen Gegenstand mit einem male übersehen kann.

Ausätze )ur Gesch, Sex par Uk. (F) Von