Band 
Eilfter Theil.
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zu den zehen Banden der Geschichte, nz

Bürger, einen klugen Hausvater, einen braven Feldherrn,einen wahren Helden. Demosihenes feuert den erworbe-nen Muth seiner Mitbürger an, den alten Ruhm der Frey-heit mit aller Macht zu behaupten, und die mit Gewalt her-einbrechende Sclaverey abzuwehren. Hierauf zielen alle sei-ne sogenannten politischen Reden ab. Philippus, der Kö-nig von Mazedonien, drohete den gesammten griechischenStaaten das Joch überzuwerfen. Welche Schande fürAthen, seinen Nacken vor einem Neulinge zu beugen, vor demHerrn eines Volkes, das man vorher in Griechenland weniggekannt, noch weniger geachtet, und sogar den Barbaren zu-gezahlet hatte! Wie sehr mußte es einem stolzen Athenien-ser nicht schmerzen, wie bange mußte ihm nicht werden,wenn er die Gefahr, die vor Augen schwebende Gefahr er-tvägeke, einem Tnrannen in die Klauen zu fallen; (welchein schrecklicher, welch ein gehässiger Name für einen Grie-chen.') und die Zeit zu erleben, da ein Barbar die viele Jahr-hunderte hindurch behauptete, und durch die größesteu Krie-ge erfochtene Ehre seiner Ahnen in den Staub legen, undeinem hochmüthigen Volke gebiethen sollte, das keinen übersich erkannte, und glaubete zur Herrschaft über andere geboh-ren zu seyn? Man sehe einmal das Bestreben an, mit wel-chem Demosihenes den Stein abwälzen will, welcher denRuhm, ja den Staat von Athen zu zertrümmern drohet.Gewaltsame Bewegungen, die gewiß allein im Stande wa-ren, etwas auszurichten, wenn es möglich gewesen wäre,Griechenland zu retten!

Ich will nicht untersuchen, in wie weit sein Eifer wohlangewendet sey, und was man von seinem Herzen urtheilenmüsse. Wer nur den einen Theil höret, und sich von Wor-ten bethörcn läßt, der wird die Sache der Athenr'enser fürrecht, und Demosihcns Gesinnungen für höchst patriotischhalten. Er wird mit ihm alle seine Gegner für Schelmsund LandeSverräkher auöschreyen. Ich meines Theils habeweder von Demosihcns Ehrlichkeit, noch von der gutenSache der Athenienscr einen gar zu guten Begriff. Ihre

unstäts