Band 
Eilfter Theil.
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146 Erinnerungen und Zusätze

schätzen, wenn ich vor meinem Ende noch erlebete, daß ara-bische Aldi und Frobenii aufstünden, die arabische Bücherdrucken ließen, und die Erasmos und Gelcmos zur Seitehätten, welche dergleichen Bücher in bekanntere Sprachenübersetzeten. Könnte ich in einer von diesen beyden Classenmeine Gaben anlegen, oder auch wohl in beyden zugleich ar-beiten, so würde ich glauben, meine Lebenszeit nicht verkeh-ren, sondern den Endzweck erreichet zu haben, zu welchen: dieVorsicht mich ausersehen gehabt zu haben scheint. Wir le-ben in einer Zeit, in welcher das Arabische gleichsam in eineGährung gerathen zu seyn scheint, die einen bevorstehendenAusdruck) ankündiget. Für eine solche Zeit schicker sich mei-nes Erachtens ein Bedenken ganz wohl: was bey der Sachezu thun sey, und wie man dieser Lrist, wenn ich so sagendarf, zu Hülfe kommen müsse; damit sie nicht umschlage,damit kein schneller, unzeitiger Frost sie ersticke, sonder»eine kluge behutsame Behandlung sie zu einem Ausgangebringe, der für die Wissenschaften heilsam sey? Ißt mußman was wagen. Die Umstände scheinen einen Versuch zubegünstigen.

Eine benachbarte Universität hak vor kurzem einen Vor-rakh von schönen arabischen Typen bekommen. Ein unent-behrliches Werkzeug, damit man was gutes wird ausrichtenkönnen, wenn es in geschickte Hände geräth. Ein berühm-ter Lehrer auf eben derselben Universität, hat vor kurzen: ineinem wohlgeschriebenen deutschen Werkchen die arabischeSprache nachdrücklich angepriesen, und gleichsam Lärm gebla-sen. Was sich ein wenig über den theologischen Pöbel er-haben zu seyn dünket, und einmal in den Kriegen des Herrn,wenigstens nicht in der alleruntersten Reihe der Anführer zudienen gedenket, dem kömmt nunmehr die Lust an, Arabischzu lern«:. Es ist zu wünschen, daß es keine fliegende Hitzeseyn möge; daß der Lehrer, der einen so guten Grund gclegetbat, auch das Werk vollenden, den in Händen habendenVerrath von arabischen Lettern wohl nutzen, viel arabischeDichter, Geschichtschreiber, und Sprachlehrer aus Licht stellen,

viel