§84 Erinnerungen und Zusätze
Erstickere, (oder verstopfet?) außer dem Wasser, iam
noch etwas anders meine V.ehle, so thäte ich wie cw
einer der in Gefahr steht, an der Speise zu erstik-ken, die nicht hinunter will, und weder hinter noch sed«
vor sich kann. Ich nähme meine Zuflucht zum nig
Wasser. da
- (Der k-exienSi-gpln,-, hat den folgenden Vers wegqe- vd
lassen, weil er zu seiner Absicht nicht gehörete. Ich aber isi
sinde für gut, den Sinn desselben kürzlich anzuzeigen, weiler zum Verständnisse des vorigen nöthig ist. Zu wem soll ler.
ich nun aber meine Zuflucht nehmen, saget der Dichter, da ian
ich selbst am Wasser ersticke? Daö ist eine figürliche Rede. A
Er will sagen: Beängstigten mich meine Feinde, so soderte U
ich meine Freunde und Anverwandten wider sie auf. Aber ss
da selbst diese mich verfolgen, zu wem soll ich mich denn g-
nun wenden? Man sieht nunmehro, daß die seltsame Oii
Auslegung Golii, gutturis anLulkiam äissolvit ciiluitve Kx
morlica ggua lenlim li-uiiia, ganz und gar nicht in ge- xsl'
genwärt'gem Worte stecke. Gseuhari fahrt fort, und.sa-get:) TNdlLV Osargk ist das, waö vom Drücken oder Auspres- dm
sen heraus rinnt, oder hervordringt, desgleichen auch die ^
Hefen oder der grobe Sah, der von dem Ausgedrückten zu-rückbleibt. ist das Werkzeug, womit man Trau- ^
ben ausdrucke, die Kelter. Die Redensart, der oder ^
jener ist 2^2 edel beym Auspressen, will ^
so viel sagen, als er bezeiget sich milde und freygebig, wenn ^
man ihn anspricht. Eine junge Dirne die monatliche Rci- ^
nigung bekomnien hat, heißt 22PL lvlolgrcmx; ein Ding ^
das reisgeworden ist,'L^aeüsr, und Nx
in der IV. Conjugation heißt sie ist zu ihrer Zeit oder ^
Reife gekommen, so viel als, sie hat ihre Reinigung gehabt. ^
Der lyrische Dichter brauchet das Wort so, wenn er saget: ^
In Saphawan wohnet eine Dirne, die mir ^
gemächlichem Schritte und nachlässig herabhan-genden und ganz nicht sorgfältig zugehaltenem Schleycreinhcrtricr. (oder auch, den sie mit Fleiß fallen läßt, ^
damit