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Institut ein staatliches, unter Aufsicht der beiden Standcsseckelmeistenstehendes; daneben aber war das kaufmännische Direktorium Kontrol-behörde für den Gütertransport und stand als solche in ununterbrochenemVerkehr mit dem Leiter des Institutes, dem sogenannten Waag meist er.Dieser wurde vom Direktorium in Gemeinschaft mit den beiden Seckel-meistern, seine beiden Commis dagegen auf den unverbindlichen Vorschlag,des Waagmeisters hin von Räth und Bürgern gewählt; die niederernAngestellten, d. i. den Spannermeister und den Karrenziehermeister er-nannte der Waagmeister. Die Spanner besorgten das Auf- und Abladender Wagen, die Karrenzieher den Transport der Güter von und nachden Magazinen der Kaufleute. Den Verkehr zwischen diesen und denFuhrleuten, die Festsetzung der Uebernahmspreise und den Einzug derFrachten vermittelten die zwei sogenannten Bestäter. Der eine dieserletztem, der sogenannte deutsche Bestäter hatte die deutschen Fuhrleute,,der andere als französischer Bestäter die welschen Fuhrleute unterseiner Aufsicht und Fürsorge. Die sämmtlichen Angestellten des Kauf-hauses bezogen keine fixen Besoldungen, sondern waren auf bestimmteGebühren angewiesen, die auf allen das Kaufhaus passirenden Güternzu diesem Zwecke erhoben wurden. Dem Direktorium erwuchsen ausseiner Stellung zum Kaufhause keine direkten Einnahmen, obschon esseinerseits im Laufe der Zeit beträchtliche Summen auf die Anlage und-Verbesserung von Straßen und Brücken verwendete. Während wir esim Anfang des siebenzehnten Jahrhunderts noch mit Säumern odersogenannten Maultreibern zu thun haben, befahren gegen das Endedesselben bereits vierspännige Frachtfuhren von ca. 70 Centner Last (incl.Wagen) die gebräuchliche Handelsstraße von St. Gallen über ZürichsAarau, Solothurn, Bern, Peterlingen nach Lausanne und Morsee.Mehrere große Speditionshäuser des letztgenannten Ortes besorgten dieVersendung der Güter nach Genf und Lyon.
Was es noch im achtzehnten Jahrhundert heißen wollte, den Güter-verkehr zu ermöglichen: dafür finden sich im Archiv des Direktoriumszahlreiche Belege. Wir erwähnen beispielsweise, daß der Streit um die