Jahrgang 
auf das Jahr 1883 (CFM K 59 : 1883 Expl. 2)
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Dem datier, der kein schuld trug nicht,

Ward gestochen sMe gesicht.

In der Ferne sieht man Arnold an der Halden, der sich mannhaft fürseine Habe wehrt. Links steht der trotzige Landenberg und schaut demscheußlichen Vorgänge zu, der sich unter einem Baume vollzieht.

Diese letztere Gruppe erinnert an die entsprechende Darstellung inder Tellskapelle am Vierwaldstättersee.

Den Bundesschwur erläutern folgende Verse:

Sieh an alhie die frommen dreyDie dich nechst Gott gesetzt Hand freyVor srönden Herren Vebermutt,

Daran sy gcwaagt lyb, gutt und blutt.

Nun folgen die rettenden Thaten: Links unter einem Baume sitztbei der Kanne ein Wächter. Er wendet sich, während Andere mit ge-bührender Hochachtung bei der Stange vorübergehen, an Tell, der muthigdie Reverenz verweigert.

Landvogt grisler, vebermuttLegt vss ein stecken einen hutt,

Geboth das man in Ehren solt,

Wilhelm Tell, solches nit thun wolt.

Auch die folgenden Bilder sind Tell gewidmet. Zum Apfelschusseheißt es:

Sieh hie den frommen Theilen gutt,

Wie er durch's landvogts übermuttWard gnött zu schießen, darvon kam,

Das im der landvogt nit enttran.

Und weiter:

Thäll wußt im saren recht den griff,

Vur nach sortel, entran vom schiff.

Verschlug sich, und hat bald er SchossenDen vogtt, das er syn blut vergossen.