Jahrgang 
auf das Jahr 1883 (CFM K 59 : 1883 Expl. 2)
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^lpril 16 Aus dem Rechenschaftsbericht der Kantonalbank pro1880. Das Institut besaß am 31. Dezember 188018,956 Titel (Schuldbriefe) für Fr. 67,261,697, davonzu 4^2 o/o verzinst Fr. 61,060,961, zu 4^4 o/o Franken5,800,786, zu 5 o/o Fr. 399,950. Durch die mit Mai1881 eintretende Zinsfußherabsehung auf 44/4 o/o ergibtsich ein Zinsenausfall von Fr. 100,000. Auf den Kopfder Bevölkerung des Kantons Zürich entfallen Fr. 218.63Hypothekarschuld. An Verlusten in dieser Branche, her-beigeführt durch 288 Konkurse, sind verzeichnet Fr. 6688.Die Banknotenemission betrug Fr. 15,000,000. DerReingewinn betrug Fr. 230,484.

Die Staatsrechnung ergibt ungefähr Fr. 100,000Einnahmenüberschuß, obschon die Vermögens- undEinkommenssteuer ca. Fr. 150,070 unter dem Budgetblieb.

19 Sitzung des großen Stadtrathes. Der Antragdes engern Stadtrathes betreffend Vorgehen in derTramway-Angclegenheit wird nach gewalteter Diskussionder Gemeinde in folgender Form zur Annahme em-pfohlen:Der Stadtrath wird ermächtigt, dem vor-geschlagenen provisorischen Verbände von Zürich, Ries-bach, Enge und Außersihl zur Erstellung von Straßen-bahnen auf Grundlage des vorläufig vereinbartenStatuts Namens der Stadt beizutreten." Alle weiterenSchritte, wie Vertrag mit den Unternehmern rc., unter-liegen spätern Beschlüssen der Gemeinde.

Aus den Verhandlungen des engern Stadt-rathes. Der Plan für die Verwerthung des altenSt. Anna-Friedhofes wird vorbehältlich Einverständnißder Gemeinde genehmigt. Laut demselben wird dieSt. Annagasse auf das Niveau von Sihl- und Pelikan-straße abgegraben und auf 8 Meter Breite gebracht.Da für den Anschluß der Gemüsebrücke und die Auf-stellung eines Geländers bei den Häusern auf demlinken Limmatufer keine gütliche Verständigung in Aus-sicht steht, wird beim Regierungsrath die Genehmigungzur Anwendung des Expropriationsrechtes nachgesucht.Bei der gleichen Behörde wird die Bewilligung nach-gesucht, die Eigenthümer in der Gegend der Trümp-