Jahrgang 
8 (1887)
Seite
XIV
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Schützgeister.

Traulich fühlt ich seine NäheUnd mir war, ob ich ihn sehe,

Und er sprach: Vor manchen JahrenBin ich rüstig hier gereist,

Hier geschritten, dort gefahren!

Und er lobte Land und Leute,

Dass sich meine Seele freuteAn dem liebevollen Geist.

Und er wies auf ein Gelände:

Hier an einem lichten TageFand ich eure schönste SageUnd ich nahm sie mit mir fort.Wandernd hab ich dran gesonnen;Was zu bilden ich begonnen,

Legt in Schillers edle HändeNieder ich als reichen Hort.

Da er seinen Bruder nannteUnd mir drob das Herz entbrannte,Wars, als schlügen weite FlügelSausend über mir die Luft,Schwingen, die den Raum besiegen,Wie sie nicht um niedre HügelFlattern, Schwingen, die sich wiegenHerrschend über Berg und Kluft.