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Abhandlungen.
haltung über des Grafen Klebeisberg Gut, dessen Vaterund Gesinnungen. Freundlichster Abschied«.
29. August, Freitag.
»The Sketch Book of Geoflroy Crayon. London 1821«.
•— »Besuch bei Fürsten Hohenzollern-Sigmaringen. InMeyer’s Laden« (wo schon am 26.). — »Zimmer schickteeine Note mit unverschämten Preisen, wie ich sie erwartethatte, 11 Louisd’or verlangte er für vier Majolika-Teller,für Anderes ebenso unsinnig«. — »Gegen Abend gingenwir aus; gemässigte Wärme; auf den Choteckischen Weghin und wieder. Graf Walleski gesellte sich zu uns. Aufdem Marianensitze lange verweilt, es gab mancherlei gute,unterrichtende Gespräche«. — »Bei Tische Wirkung derNachricht von meiner Krankheit 1 in Dresden und auf dieFamilie. Sonstiges Vertrauen« . — »Unter uns Geschichtender Marienbader Verhältnisse«. — »Sketch Book und schwar-zer Zwerg 2 gelesen«.
70. August, Sonnabend.
»Zum Frühstück mancherlei Abenteuer recapitulirt.Besuch bei Gräfin Jaraczewska 3 ,. nicht angetrofl'en. Bei Hof-rath Mitterbacher, Krankheitsgeschichten der Frau DirektorGötter« 4 — »In dem Höfchen zu Tische. Um vier Uhrausgefahren auf Engelhaus«. — »Das alte Schloss bestiegen,Wunderliche Abenteuer. Grosses Gelächter«. — »Fortge-setzte Lustigkeit. Auf dem Strassenhause späten Kaffee.Anlässe zu Spass und Spott. Bei dem herrlichsten Wetternach Hause. Karlsbad mit Zimmerlichtern und Strassen-laternen. Heitre Verwechslung * der Sterne. Um neunUhr angelangt. Neue Projekte. Man blieb noch langebeisammen«..
1 Goethes schwere Erkrankung im Februar 1823.
2 Roman von Walter Scott.
3 Karlsbader Bekannte Goethes vom Jahre 1818. Er nennt sie»eine mit der deutschen Litteratur aufs innigste bekannte polnischeDame und widmete ihr die achtzeilige Strophe: »Da sieht man wiedie Menschen sind«.
4 Die Wittwe des Dichters Götter, Schwiegermutter Schellings.