Jahrgang 
8 (1887)
Seite
314
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314 Bibliographie.

nische Natur. F. Die Geisteswissenschaften: 17. Geist undNatur. 18. Psychologisches Erkennen. 19. Die menschlicheFreiheit. 20. Optimismus und Pessimismus. G. Abschluss:2i. Erkennen und künstlerisches Schaffen.

Fay: Goethes Stellung zur Bibel. (Evangelisches Gemeindeblattfür Rheinland u. Westphalen. Crefeld, 1885, No. 36,37,39.)

»Das edle Maaßhalten im Urtheil beherrscht ihn auchin seiner Beurtheilung der heiligen Schrift«. Ausführung diesesSatzes im Einzelnen mit Angabe von Stellen aus GoethesWerken. In No. 27 und 30 derselben Zeitschrift war der Briefdes Pastors zu * an den neuen Pastor zu ** zum Abdruckgebracht worden.

Goethes Pädagogik, historisch-kritisch gewürdigt. Von AdolfLangguth. Halle a./S., Max Niemayer. VIII u. 330 SS.

Enthält nach kurzen Vorerinnerungen I. Goethes Ver-hältnis zur Pädagogik und unsere Stellung zum Dichter.II. Der Mensch und seine Stellung im Universum (Begriff undGrundanschauung der menschlichen Natur bei Goethe), Er-ziehung im weitern Sinn. III. Der Mensch als Gegenstandder Erziehung im engeren Sinn: 1. Das anthropologischePrinzip: Entwickelung des Goetheschen Erziehungsbegriffes;Goethes Standpunkt der psychophysische; wie sich auf dieserGrundlage der Mensch entwickelt. 2. Das teleologische Prinzip.3. Das methodologische Prinzip. Besondere Hodegetik ausWilhelm Meister. Allgemeine Hodegetik. Didaktik: Formdes Unterrichts; Stoff des Unterrichts, a) Bildungsstoffe über-haupt, Spiele, Liebhabereien ; b) Hiilfsmittel zur Bildung derPhantasie, die Künste; c) die Gymnastik; d) Sprachen undRealien; e) das theologische Element. IV. Der ideale Kern derGoetheschen Pädagogik und ihr socialer Hintergrund. Schluss.

(Kritische Würdigung des Werkes von B. Suphan in derDeutschen Literaturzeitung No. 38, Sp. 1331 1335-)

Kleine Schriften zur Kunst von r Heinrich Meyer. (DeutscheLiteraturdenkmale Bd. 25.) CLXVIII und 258 SS.

Herausgeber ist Paul Weizsäcker. Die Sammlung ent-hält 13 Aufsätze, darunter die berühmte Polemik; Neu-deut-sche religios-patriotische Kunst und die Kritik über GoethesKolossalbildniss in Marmor von David. Von grosser Wich-tigkeit ist die ausführliche Einleitung. Das persönliche Ver-hältnis Goethes zu Meyer, die wissenschaftliche Einwirkungdes Letztem auf den Erstem wird ausführlich auseinanderge-setzt. Die von den Romantikern und den Späteren gegenMeyer erhobenen Vorwürfe werden zu entkräften versucht.