Jahrgang 
9 (1888)
Seite
83
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Anmerkungen der Herausgeber.

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Das Leben ist ein episches GedichtEs hat wohl einen Anfang und ein EndeAllein ein ganzes ist es nicht.

Erich Schmidt.

No. 3. Es bedarf wohl kaum der Erklärung, dass E.s. .d.l Einsiedel, W.d.l = Wedel, K.lb = Kalb ist. Zu denschönen poetischen Worten Wielands (S. 9) ist wohl an dastief empfundene und die Bedeutung Goethes würdig schildernde»Gedicht an Psyche« zu erinnern (zuerst gedruckt »TeutscherMerkur«, Jan. 1776).

No. 4. Für den Brief Klingers vgl. Goethes Empfehlungs-brief für denselben G.-J. VIII, S. 122. Dass Klinger so thal-kräftig und grossartig von Goethe unterstützt wurde, wussteman bisher nicht. (Vgl. übrigens auch unten S. 126.) KlingersWorte: »Ich ward mit Goethe bekannt«, wie man aus demZusammenhang ergänzen muss, unmittelbar vor dem Abgangauf die Universität, enthalten doch eine Widerlegung vonRiegers Ausführungen (Klinger, Darmstadt 1880, S. 18 fg.).

No. 5. »Die Aufschrift des Heftes »Lebensverhältnissemit Trebra« von Kräuters Hand. Von v. Trebra wohl alsMaterial zur Biographie dictirt. Unterzeichnet v. Tr. DieStelle (S. 19) »Behutsam! vorsichtig! . . . Hälse brechen!«findet sich auf einem bunten Steintischchen in Goethes Garten-haus (vgl. unten. L. G.). Dies nach einer Aufzeichnung vonProf. Schmidt, die ich bei den Papieren vorfand.« B. S. ÜberGoethes Beziehungen zu Fr. W. H. v. Trebra (17401819)vgl. die Zusammenstellung bei Strehlke, Goethes Briefe II,319 fg. Zu beachten besonders die Äusserung im Tagebuch16. Juni 1776 »Trebra brav, wahr, in dem Seinigen treu«(W'eim. Goethe-Ausg. III. Abth. 1. Bd. S. 14). Das Abenteuerin Stützerbach wohl 25./2Ö. Juli 1776 (a. a. O. S. 17) oder

4. April 1778 (a. a. O. S. 65). Über Goethes Brockenreise(Sept. 1783) mit Fritz v. Stein (Briefe an Frau v. Stein ed.Fielitz H, S. 135 139. Der Aufstieg auf den Brocken 21. Sept.

5. 139; dort wird der frühere Aufstieg erwähnt; die Schilde-rung desselben 10. Dez. 1777, Briefe an Frau v. Stein I, 107.Trebra wird II, 138 genannt (vgl. auch S. 130, 572) »BeyTrebras gehts uns gut, es sind sehr redliche Menschen«. Zudem von Trebra erzählten Abenteuer von dem Herabholender Steine (S. 19) vgl. Goethes »Unterhaltungen mit demKanzler Müller« S. 40 (18. Mai 1821): »Damals bei jenemStreifzug in die Harzgebirge holte ich einst, auf von TrebrasSchultern gestiegen (Fielitz, der a. a. 0 . II, 588 diese Stellemittheilt, setzt dazu »also in Zellerfeld«; genauer bezeichnetwar es an der Rehbergerklippe, bei Andreasberg) ein merk-

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