348
Nachtrag.
Nachtrag. Zu S. 281 in Bd. IX ist zu bemerken: DieDarstellung der Beziehungen Karl Gödekes zu seinem Verlegerist, wie ich mich überzeugt habe, einseitig. Die Spannung.zwischen beiden ist nicht des Verlegers Schuld, sondern zum.grössten Theil hervorgerufen durch den Autor, der selbst-übernommenen Verpflichtungen nicht nachkam und dadurch-die Verlagshandlung in eine peinliche Lage versetzte. Eineins Einzelne gehende Darstellung dieses Verhältnisses kann-an dieser Stelle nicht geboten werden, doch mag hier derGerechtigkeit halber ein Stück aus einer brieflichen Mit-theilung des Verlegers (29. November 1888) folgen:
»Wohl mag dem alternden Autor die Arbeit an demBegonnenen schwierigen Werke zu Zeiten eine drückendeBürde, der drängende Verleger ein lästiger Störenfried gewesensein; von Dauer aber waren diese Stimmungen nicht und bei•dem gerechten Sinne des ehrwürdigen alten Herrn war es zumeiner Freude möglich, die früheren guten Beziehungen wiederherzustellen. Beweis hierfür sei der Anfang des letzten von-dem Verstorbenen an mich gerichteten Briefes, welcher lautet:»Verehrtester Herr Doctor! Ihre Zeilen vom 28. Aug., dieich gestern Abend erhalten, haben mir innig wohlgethan,und ich danke Ihnen herzlich und aufrichtig dafür, hoffeauch, dass in unseren Beziehungen künftighin keine Trübungwieder eintreten wird«.