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So konnte auch dieses Fest nach ungetrübtem, in vielerBeziehung anregendem Verlauf in freundlicher Weise aus-klingen.
Über das am 31. Dezember 1888 abschliessende Ge-schäftsjahr lässt sich nur Erfreuliches berichten. Die Mit-gliederzahl betrug an jenem Tag (einschliesslich 188 Mit-glieder der Englischen Goethe-Gesellschaft) 3038, davon14 auf Lebenszeit. Auf letztere Einrichtung, dass nämlichgegen einmalige Zahlung von 200 M. die Mitgliedschaftauf Lebenszeit und damit die Befreiung von allen Einzah-lungen sowie der kostenfreie Bezug aller Veröffentlichungenerworben wird, erlauben wir uns hier wieder aufmerksamzu machen, da sie noch wenig in weiteren Kreisen bekanntzu sein scheint.
Die finanzielle Lage der Gesellschaft ist eine höchsterfreuliche: obgleich gegen Ende des Jahres die Zahlungenfür die Herstellung der 3. Schrift bedeutende Beträge inAnspruch nahmen, schloss der 31. Dezember mit einemGesammt-Vermögensbestand von 18,686 M. 40 Pf., vondenen 14,697 M. 30 Pf. in verzinslichen Werthpapierenund 3989 M. 10 Pf. in baar vorhanden waren. Rechnenwir hierzu die werthvolle Goethe-Bibliothek welche ange-schafft, und die 3 Bände »Jahrbuch« und die 3 Schriftenwelche daneben an die Mitglieder kostenfrei vertheilt wordensind, so kann es Vorstand und Ausschuss nicht als Über-hebung ausgelegt werden, wenn er sich und allen Mitgliedernzu einem so befriedigenden Abschluss der ersten Periodeder Bestehens der Gesellschaft Glück wünscht.
Ausserordentliche Geldspenden gingen der Gesellschaftin diesem Jahre zu von
I. M. der Kaiserin und Königin Augusta (vierte Spende),S. M. dem Könige von Württemberg (dritte Spende),Herrn Bankier Albert Holz in Breslau (vierte Spende),Herrn Geh. Justizrath Stolterfoth in Berlin,dem literarischen Verein »Schiller« in Berlin (Vor-sitzender Herr Manasse-Waldeck).
Indem wir für diese reichen und die Zwecke der Ge-sellschaft so sehr fördernden Gaben unsern ehrerbietigsten,
Goethe-Jahrbuch X. 23