Jahrgang 
10 (1889)
Seite
84
JPEG-Download
 

*£« 84

Literarische Anstalt, Rütten & Loening, Frankfurt a. M.

Die in diesem Jahre in Frankreich stattfindende Säkularfeier dergrossen französischen Revolution von 1789 gibt uns Veranlassung, diein unserem Verlage erschienene:

Geschichte

der

REVOLUTIONSZEIT

von 1789 bis 1800

von

Heinrich von Sybel,

5 Bände, gross Octav

in allgemeine Erinnerung zu bringen.

Um das treffliche Werk auch weiteren Kreisen zugänglich zumachen, haben wir uns entschlossen, dasselbe

solid gebunden in 5 eleganten Leinwandbänden.

Rückentitel in Golddruck

zu dem aussergewöhnlich niedrigen Preise von

r Mark 30. '

zu erlassen.

Wer die grosse Zeit der französischen Revolution gründlich er-forschen will, kann nicht eindringlich genug auf das Sybelsche Ge-schichtswerk verwiesen werden.

Die treffliche und bedeutungsvolle Arbeit hat sich längst eine festeStellung, einen allgemein anerkannten Ehrenplatz in der Literatur er-rungen, ihre Ergebnisse sind zum Gemeingut der Wissenschaft geworden.

In erster Linie hat Sybels Geschichtswerk dazu beigetragen, dentrügerischen Nimbus zu zerstören, welcher auf Grund der von denFranzosen selbst in Umlauf gesetzten Tradition die Geschichte derJahre 1789 bis 1800 umgab: eine Tradition, welche der nationalenEitelkeit der Franzosen schmeicheln sollte und unter der Masse lüg-nerischer Zuthaten kaum noch die Grundzüge der historischen Wahr-heit erkennen liess.

Sybel vernichtet unerbittlich die liberalen Illusionen und reisst denMantel herunter, mit welchem Mignet, Thiers und Lamartine die düsteren,oft verbrecherischen Gestalten drapiren.

Wirklich liess sich auch unter den überaus zahlreichen und glänzen-den Besprechungen, welche über das Werk erschienen sind, eine ge-wichtige Stimme dahin vernehmen: »Hoffen wir, dass das deutsche Volksich über die Zeit der Revolution nicht mehr aus den Schriften eines Mignetund Thiers, sondern aus denen Heinrich von Sybels unterrichtet, welcheJeneso unendlich weit an Wahrheitsgefühl, Schönheitssinn und sittlichem Ernstübertreffen.«