62 —
Uebertrag 568,333 GuldenWeiter bis Ende 1839 für den nämlichen Zweck
dem Fond entnommen. 500,000 „
Entschädigungen für Zölle und Gebühren . . . 211,011 „
Saldo, der Domänenkasse einverleibt. 25,801 „
Summe gleich den Einnahmen 1,305,145 Gulden
Man wird dem Staate einräumen müssen, bei der Verwendung desgroßen, von ihm mit mehr oder minder Recht sequestrirten Fondes wirklichauf die Hebung des Verkehrs ausgegangen zu sein, also mittelbar dochden Fond seinem Zwecke dienstbar gemacht zu haben. Allerdings sinddie schönen Straßen, die damals für eine unabweisliche Forderung derZeit galten, wenige Jahrzehnte nachher durch die Eisenbahnen zu gutemTheile überflüssig gemacht worden. Aehnliches ist aber auch mit denneuen Schöpfungen in der Stadt der Fall gewesen, wie wir dieß schonim Eingänge unserer Arbeit bemerkt haben.
Sckwn nach wenigen Jahrzehnten erwiesen sich einzelne derselben alsunzureichend; andere erhielten eine veränderte Bestimmung; immerhinbleibt dem kaufmännischen Direktorium das unbestreitbare Verdienst, durchseine reiche Hinterlassenschaft wesentlich zur baulichen Entwicklung Zürichsund zur Hebung des Verkehrs im ganzen Kanton beigetragen zu haben.Mehr noch als dem Direktorium werden wir übrigens dieses Verdienst,so weit es sich auf die Stadt bezicht, den Männern beimessen, welche denengern Ausschuß der kaufmännischen Vorsteherschaft bildeten. Neun Jahrehindurch, von 1835 bis 1843, widmeten diese Männer den größten Theilihrer Zeit und ihrer Kräfte der Leitung des großen Werkes, zu der siedas Vertrauen ihrer Mitbürger berufen hattet- Ihre Thätigkeit war
si Den engeren Ausschuß der kaufmännischen Vorsteherschaft bildeten dieHerren Direktor Martin Escher, Direktor Salomon Pestalozzi, BürklllEscher,Ott-Jmhof und Ott-Meyer. Leitender Ingenieur war Herr Ludwig Negrellivon Priinicro im italienischen Tyrol, früherer Straßeninspektor des KantonsSt. Gallen.